L Ski Alpin

Der Jubelschrei des Dominik Paris: Der Ultner hat in Garmisch gewonnen. © APA/afp / CHRISTOF STACHE

Sieg in Garmisch! Der Paris-Paukenschlag vor der WM

Wenn es noch irgendwelche Zweifel an der Form des Dominik Paris gegeben haben sollte, dann sind diese spätestens seit Freitag beseitigt: Der Ultner hat in der Abfahrt von Garmisch seinen ersten Saisonsieg gefeiert – und damit vor der WM in Cortina für einen kräftigen Paukenschlag gesorgt.

Lange hat Dominik Paris in seiner Comebacksaison nach Kreuzbandriss mit seiner Form zu kämpfen gehabt. Vor allem in den ersten Rennen lief es noch nicht nach Wunsch, wobei der Ultner immer betonte: „Ich muss weiter an mir arbeiten.“ Diese Arbeit hat sich nun bezahlt gemacht: In Garmisch-Partenkirchen, wo er zuvor noch nie gewonnen hatte, fuhr er am Freitag in der Abfahrt zum Sieg und steht somit erstmals seit dem Bormio-Triumph am 28. Dezember 2019 auf dem höchsten Treppchen.


Pünktlich zum Saisonhighlight hat Paris also seine Topform wiedergefunden. Bereits in Kitzbühel ließ er Ende Jänner mit einem dritten Rang und der ersten Podestplatzierung des Winters aufhorchen, nun folgte also knapp eine Woche vor der WM-Abfahrt in Cortina der erste Sieg. Es war dies der 19. Weltcuptriumph in der Karriere des 31-Jährigen.

Dominik Paris war nicht zu schlagen. © AFP / CHRISTOF STACHE


Dass Paris mit der Startnummer 5 auf der Kandahar eine grandiose Fahrt gelungen ist, merkte er sofort nach seiner Zielankunft: Beat Feuz und Matthias Mayer, die beide zu den heißesten Favoriten zählten, ließ der Ultner rund 4 Zehntelsekunden hinter sich.

Dabei war es im oberen Teil der Strecke noch ein zäher Hundertstelkampf, den sich Paris mit seinen beiden Konkurrenten lieferte. Je länger die Fahrt aber dauerte, desto stärker wurde der Südtiroler, der ab der Hölle, einem eher technischen Abschnitt, alles auf eine Karte setzte und sich so einen Vorsprung von 4 Zehntelsekunden herausfuhr.
Auch Innerhofer in bärenstarker Form
Am Podest änderte sich bis zum Schluss nichts mehr. Feuz blieb auf dem zweiten Rang, Mayer wurde Dritter. Und Christof Innerhofer? Der wäre auch beinahe auf das Stockerl gefahren.

Freut sich über seine starke Fahrt: Christof Innerhofer. © APA/afp / CHRISTOF STACHE


Der Pusterer ist zurzeit nämlich ebenfalls in blendender Verfassung. Allerdings fehlt ihm noch das Quäntchen Glück: Nach seinen beiden vierten Plätzen in Kitzbühel landete er in Garmisch auf dem fünften Rang. Innerhofer bot auf der Kandahar eine starke Vorstellung und war lange Zeit gleichauf mit Dominik Paris. Doch einige Passagen ging der Routinier zu direkt an, weshalb ihm schlussendlich 3 Zehntelsekunden auf das Podest fehlten. Trotzdem zeigte auch der Gaiser eindrucksvoll auf, dass er bei der Heim-Weltmeisterschaft weit mehr als nur ein Geheimtipp ist.

In Garmisch war auch Florian Schieder im Einsatz, für den es noch um ein WM-Ticket ging. Der Kastelruther, der in Kitzbühel mit Rang 14 überrascht hatte, landete mit der hohen Startnummer 52 auf dem 36. Platz. Seine beiden Teamkollegen Matteo Marsaglia (22.) und Emanuele Buzzi (30.) klassierten sich vor ihm. Ob es für Schieder trotzdem zur WM-Teilnahme reicht, ist fraglich, aber nicht ausgeschlossen. Riccardo Tonetti landete indes auf Rang 44.

In Garmisch steht am Samstag ab 11.30 Uhr (Liveticker auf SportNews) noch ein Super-G auf dem Programm.

Autor: det

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2021 Sportnews - IT00853870210