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Jonathan Nordbotten hört auf. © Jonathan Nordbotten

Ski-Abschied: Hirschers Jugendrivale hört auf

In den Kinderjahren duellierte er sich mit Marcel Hirscher, jetzt hängt er seine Skier an den Nagel. Jonathan Nordbotten hat seine Karriere nach einer schweren Saison beendet.

Der 31-Jährige ist im Ski-Weltcup ein bekanntes Gesicht gewesen. An 84 Rennen nahm der ausgewiesene Slalom-Spezialist teil, nie hat es für eine Podiumsplatzierung gereicht, dafür aber für zwölf Top-10-Ergebnisse. Seinen größten Erfolg feierte der Norweger bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang, als er mit der Mannschaft die Bronzemedaille gewann. Von diesen Ergebnissen war Nordbotten in der letzten Saison weit entfernt. Zwar gewann er in Oberjoch einen Europacup-Slalom, allerdings sammelte er nur ein einziges Mal Weltcuppunkte – und das in Alta Badia, beim ersten Rennen des Jahres.


Aufgrund dessen zieht der Mann aus Kolbotn nun einen Schlusstrich: „Nicht viele haben das erreicht, was ich erreicht habe“, sagt ein zufriedener Nordbotten gegenüber dem norwegischen Rundfunk: „Ich denke, es ist Zeit, einen Schlusspunkt zu setzen, auch wenn es unglaublich schwer ist. Ich habe lange darüber nachgedacht und denke, es macht Sinn“, erklärt Nordbotten, dessen Geschichte eine besondere ist.

So gut wie Hirscher
Der Olympia-Medaillengewinner gehörte in seiner Kindheit zu den talentiertesten Athleten. „Ich war auf der Höhe von Marcel Hirscher“, behauptet Nordbotten, der den gleichaltrigen Österreicher „gut kannte und ein enges Verhältnis zu ihm hatte“.

Marcel Hirscher und Jonathan Nordbotten. © Jonathan Nordbotten


Während der mittlerweile zurückgetretene Hirscher schnell herausragende Ergebnisse einfuhr, geriet Nordbottens Entwicklung ins Stocken. Er hatte Mühe, durch das enge Nadelöhr an die Weltspitze zu gelangen. Schlussendlich ist dies Nordbotten jedoch gelungen, sodass er „unglaublich zufrieden“ sei mit dem, was er erreicht habe.

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