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Otmar Striedinger zeigt sich vom ÖSV mehr als nur enttäuscht. © APA/afp / JEFF PACHOUD

Ski-Ass schießt gegen ÖSV: „Eine Welt zusammengebrochen“

In den vergangenen Tagen ging es im Skilager bei den Olympischen Winterspielen in Peking heiß her. Nachdem die umstrittene Absage des dritten und finalen Abfahrtstrainings bereits für dicke Luft gesorgt hatte, traf einen ÖSV-Abfahrer das Olympia-Aus kurz vor den entscheidenden Wettkämpfen besonders hart.

Der Wind, der Wind – das himmlische Kind. So lautete zuletzt das inoffizielle Motto der Abfahrer in Peking. Aufgrund der unberechenbaren Windböen wurde die Abfahrt vom Sonntag auf Montag verschoben. Dies solle eine etwaige Windlotterie vermeiden und verhindern, die Athleten einem unnötigen Risiko auszusetzen.


Wenn sich die Granden der Speed-Disziplin auf die Piste stürzen, wird jedoch ein bekannter Name unter den Startern fehlen: Otmar Striedinger. Für den Kärntner sei „eine Welt zusammengebrochen“, als ihm die Entscheidung des ÖSV mitgeteilt wurde, dass er nicht an den Medaillenentscheidungen teilnehmen dürfe. Striedinger kämpfte bis dahin gemeinsam mit Max Franz um den vierten und letzten österreichischen Startplatz bei der Olympia-Abfahrt.

Striedinger und das gebrochene Wort
Mit seinem zweiten Platz in der Abfahrt von Gröden hatte Striedinger in der laufenden Saison aufzeigen können. Eine Leistung, welche er auch als gewichtiges Argument für seine Teilnahme an den Winterspielen gesehen hatte. Darüber hinaus glaubte er auch an ein mündliches Versprechen seitens des ÖSV – welches nun aber gebrochen wurde.

Nach den Olympischen Spielen ist vor dem Weltcup. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

„Da sieht man, wie viel Wert das Wort im ÖSV hat“, erklärte er frustriert gegenüber der „Kronen Zeitung“. Die Tatsache, dass die obere Führung des Verbandes bei der Entscheidung mitgewirkt habe, stimme den 30-Jährigen fassungslos. „Wenn sich jemand, der das ganze Jahr nicht dabei ist, gegen mich ausspricht, versteh ich das nicht.“ Gleichzeitig gab er sich aber auch kämpferisch: „Denen werde ich es schon noch zeigen.“

Die nächste Möglichkeit dazu ergibt sich am 05. März im norwegischen Kvitfjell – aber natürlich erst nach den Olympischen Spielen.

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Kommentare (1)

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Hermann Zanier [melden]

Wenn ein Intrigant wie Toni Giger dabei ist, kann man sich nichts anderes erwarten. Ohne Schieberei geht bei dem Kerl gar nichts.

06.02.2022 12:10

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