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Ski-Rücktritt in Italiens Speed-Team. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Ski-Ass teilt aus: „Ich wollte nicht aufhören, aber…“

„Der Moment ist gekommen, ein neues Kapitel aufzuschlagen“, schreibt ein italienisches Ski-Ass und erklärt die Karriere für beendet. Ein Rücktritt, der auch mit Polemiken verbunden ist.

Federica Sosio dürfte nur den eingefleischten Ski-Fans ein Begriff sein. Trotzdem brachte es die 27-Jährige aus Sundal (Sondrio) auf 29 Weltcupeinsätze und schaffte sogar ein Mal den Sprung in die Top 10, als sie in der Kombi von Crans Montana 2017 Zehnte wurde. Zudem steht ihr ein Junioren-Weltmeistertitel im Super-G zu Buche. Dass es für sie nicht für ganz vorne gereicht hat, hängt auch mit mehreren schweren Verletzungen zusammen, die Sosio – Tochter einer skiverrückten Familie – davongetragen hat.


Nun hat die Speed-Spezialistin entschieden, ihre Karriere nicht mehr fortzusetzen. „Ich hatte die Möglichkeit, auf höchstem Level Skizufahren und mich mit den stärksten Athletinnen der Welt zu messen. Ich habe einige wichtige Resultate erzielt und auf meiner Reise Freunde fürs Leben gefunden“, so die Worte von Sosio.

FISI in der Kritik
Die Lombardin schlägt in ihrem Posting auf Social Media aber auch raue Töne ein. Am italienischen Wintersportverband FISI lässt sie kein gutes Haar. „Wenn ich die Wahl gehabt hätte, hätte ich nicht aufgehört. Nach meiner schweren Verletzung in Garmisch 2019 hat die FISI aber entschieden, nicht mehr an mich zu glauben. Ich wurde aus der Nationalmannschaft aussortiert und man hat mir verboten, an Weltcup- und Europacup-Rennen teilzunehmen.“

Das sind klare Worte. Sosio betont aber auch: „Trotz allem verliere ich meine Passion für diesen Sport nicht. Wir sehen uns bei den Italienmeisterschaften.“ Ein letztes Mal noch Rennen bestreiten, dann ist für Federica Sosio Schluss.

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