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Lucas Pinheiro Braathen hat noch viel vor sich. © ANSA / ANNA SZILAGYI

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Lucas Pinheiro Braathen hat noch viel vor sich. © ANSA / ANNA SZILAGYI

Ski-Ikone sicher: „Lucas ist wie Alberto Tomba“

Lucas Pinheiro Braathen steht für weit mehr als nur sportliche Exzellenz. Eine norwegische Ski-Ikone sieht zwischen dem exzentrischen Techniker und einem gewissen Alberto Tomba so manche Parallele.

Wenn es um olympische Ehren im Ski Alpin geht, gibt es an Kjetil André Aamodt kein Vorbei. Mit vier Goldmedaillen und weiteren vier Auszeichnungen in Silber und Bronze zwischen 1992 und 2006 ist der Norweger bei Winterspielen der erfolgreichste Athlet im Ski Alpin der Geschichte. Die Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo wird der 54-Jährige aus der Ferne aufmerksam verfolgen – und besonders auf Lucas Pinheiro Braathen achten.


Von seinem Landsmann, der seit der Saison 2024/25 für Brasilien an den Start geht, hält Aamodt nämlich sehr viel – vor allem da seine Strahlkraft von enormer Bedeutung für seine Sportart sei. „Lucas ist wie Alberto Tomba: stark auf den Skiern und eine außergewöhnliche Persönlichkeit – attraktiv, exzentrisch“, zog der Skandinavier im Interview mit der Gazzetta dello Sport einen prominenten Vergleich zum dreimaligen Olympiasieger aus Italien. „Er müsste nur ein bisschen mehr gewinnen, so wie Alberto es getan hat.“

Aamodt: „Der Ski-Sport braucht Ikonen“

Bislang hat Braathen sechs Weltcupsiege in seiner Karriere gefeiert, im Vergleich zu den 50 von Tomba herrscht also noch ein großer Unterschied. Bei Winterspielen war der 25-Jährige schon 2022 in Peking am Start, erreichte bei seinen Starts im Slalom und Riesenslalom aber jeweils nicht das Ziel. Vier Jahre später könnte er die beste Platzierung Brasiliens jemals bei Winter-Olympia erzielen, bisher zeichnet sich die Snowboarderin Isabel Clark Ribeiro mit Platz neun (2006) dafür verantwortlich.

Lucas Pinheiro Braathen bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele 2026. © APA/afp / PIERO CRUCIATTI

Lucas Pinheiro Braathen bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele 2026. © APA/afp / PIERO CRUCIATTI


Dass Braathen die Farben des Heimatlandes seiner Mutter vertritt und Norwegen den Rücken kehrte, nimmt Aamodt dem Shootingstar nicht übel. „Ich glaube, es war die richtige Entscheidung für den Sport, denn der Skisport lief Gefahr, einen Athleten mit großer Persönlichkeit zu verlieren“, so der fünfmalige Weltmeister. „Der Skisport braucht Ikonen: Lucas, Lindsey Vonn, Franzoni – sie sind ein Segen. Und außerdem ist auch Girardelli als Österreicher für Luxemburg gestartet. Lucas hat sich für Brasilien entschieden, und ich sehe daran nichts Verwerfliches.“

Braathen: Klappt es mit der Medaille?

Zwar wird Braathen bereits jetzt in einem Atemzug mit den Granden genannt – aber dies vor allem wegen seines exzentrischen Auftretens. Sportlich liegt noch so mancher Gipfel vor dem Techniker. Im Riesenslalom (14. Februar) und im Slalom (16. Februar, jeweils ab 10.00 Uhr im SportNews-Liveticker) in Bormio könnte der Paradiesvogel daran schon etwas ändern.

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