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Prominenter Rücktritt in Italiens Ski-Team. © Pentaphoto

Ski-Rücktritt in Italien: „Jetzt will ich Mama werden“

Italiens Damen-Nationalmannschaft zählt zu den stärksten der Welt. Nun hat sich eine Skifahrerin aus dieser glorreichen Truppe verabschiedet.

Francesca Marsaglia hat am Samstag nämlich ihr letztes Ski-Rennen bestritten. Die 32-Jährige aus Rom gab nach dem Super-G in der Lenzerheide ihren Rücktritt bekannt. „Ich werde euch jetzt nicht sagen, dass es einfach war, aber ich kann euch sagen, dass es für mich sehr emotional war. Wer hätte gedacht, dass ich vom Kolosseum aus in allen vier meiner Disziplinen Platzierungen in den Top 7 der Welt erreichen würde?“


Die Laufbahn der Francesca Marsaglia ist in der Tat eine besondere, immerhin wuchs sie im für Wintersport untypischen Rom auf. Trotzdem hat es die Schwester von Matteo Marsaglia geschafft, an die Weltspitze des alpinen Skisports vorzudringen. Sie erreichte in der Abfahrt, im Super-G, im Riesentorlauf und in der Kombination Top-7-Ergebnisse, wobei ihr im Dezember 2019 die Krönung gelang: In Lake Louise fuhr „Frenci“ in der Abfahrt auf Platz 3 – ihr erster und einziger Podestplatz.

„Ich bin glücklicherweise in der besten Mannschaft gewesen, die es in Italien je gegeben hat.“ Francesca Marsaglia

Nun tritt Marsaglia zurück – auch, weil der Körper nicht mehr will. „Er hat mir signalisiert, dass er nicht mehr auf höchstem Level wettbewerbsfähig ist. Ich bin froh, dass ich 14 Jahre im Weltcup dabei sein durfte. Ich bin glücklicherweise in der besten Mannschaft gewesen, die es in Italien je gegeben hat“, lässt die 32-Jährige ihre Karriere Revue passieren. „Die schönsten Tage erlebte ich bei meinem Weltcupdebüt in Sestriere 2008 und bei meinem Podestplatz in Lake Louise. Dies war das Ende einer Zeit, in der ich immer wieder pausieren musste und sogar an das Karriereende gedacht habe.“

Francesca Marsaglia am Tag ihres größten Erfolgs: Dem 3. Platz in Lake Louise. © AFP / MARK RALSTON


Marsaglia hat 225 Weltcuprennen bestritten und war bei Weltmeisterschaften sowie bei Olympischen Spielen mit dabei. „Ich danke der ganzen Ski-Welt, insbesondere meinen Teamkolleginnen, die immer so süß zu mir waren“, so die Speed-Spezialistin. Was nun kommt? „Ich werde mir jetzt Zeit nehmen, um zu überlegen, was ich in Zukunft machen werde. Ich möchte gerne die Skilehrer-Ausbildung in Angriff nehmen. Und ich will Mama werden. Das war schon immer mein Traum.“

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