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Thomas Dreßen hat im Super-G überrascht. © APA / BARBARA GINDL

Ski-Star Dreßen: Kaiserschmarrn verleiht Flügel

Seinen Abfahrtssieg am Donnerstag konnte Thomas Dreßen selbst kaum fassen – beim Super-G nun trauten vor allem Teamkollegen und Rivalen ihren Augen nicht. Der beste deutsche Skirennfahrer ist in Saalbach-Hinterglemm ein zweites Mal über sich hinausgewachsen und hat mit Platz drei den bedenklichen Bedingungen getrotzt. Sein Erfolgsrezept ist besonders.

Auf einer höchst fragilen Piste, auf der eigentlich nur die ersten wenigen Starter Chancen hatten, raste Dreßen am Freitag mit Startnummer 19 und all seinem Gefühl doch noch auf das Podest (SportNews berichtete). „Ich muss sagen, ich bin brutal happy heute“, erzählte das Speed-Ass aus Mittenwald.

Während die meisten Rennfahrer im Salzburger Skigebiet schimpften und sich über die Pistenbedingungen aufregten, konnte Dreßen scherzen. „Vor dem Rennen hab ich einen schönen Kaiserschmarrn gegessen, weil ich so Hunger gehabt habe“, berichtete er über die lange Wartezeit bis zum Start. „Vielleicht hat mich das zusätzliche Gewicht nach unten gedrückt.“ Die Veranstalter hatten den Super-G insgesamt um zwei Stunden nach hinten geschoben, weil es in Saalbach am Vormittag schneite und der Wind blies. Viele gingen von einer Absage aus.

Dann aber wurde doch gefahren. Schnellster war Aleksander Aamodt Kilde, der mit seinem ersten Saisonsieg auch die Führung in der Weltcup-Gesamtwertung sowie im Super-G-Ranking übernahm. Hinter Mauro Caviezel aus der Schweiz (+0,15) wurde Dreßen Dritter (+0,31) und setzte nach seinem Abfahrtssieg am Donnerstag noch einen drauf.

Autor: dpa/det

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