
Ski-Superstar Sofia Goggia gab erschütternde Einblicke. © Instagram
Ski-Star Sofia Goggia: „Ich war wie tot“
Superstar Sofia Goggia musste zuletzt eine schwierige Zeit durchmachen. Jetzt sprach sie ausführlich darüber.
15. Oktober 2026

Von:
Thomas Debelyak
Sofia Goggia wurde in ihrer Karriere schon oft außer Gefecht gesetzt. Schienbeinbrüche, Handverletzungen, Knieprobleme, Knöchelblessuren – die Star-Abfahrerin aus Bergamo hat sich schon so oft verletzt. Doch dieses mal war es anders. Dieses Mal setzte Goggia ein Virus zu – und versetzte Goggia in einen Zustand, den sie so noch nie erlebt hat.
„Im Trainingslager in Ushuaia war ich wie tot“, bringt es Goggia im ORF-Interview in ihrer unverblümten Art und Weise zum Ausdruck. Zwei Viruserkrankungen binnen kürzester Zeit sorgten dafür, dass die Bergamaskin das Trainingslager in Südamerika abbrechen und nach Hause zurückkehren musste. Am heutigen Donnerstag stand sie zwar wieder auf Skiern, doch die letzten Wochen haben ihre Spuren hinterlassen.
Sofia Goggia ist ein Superstar der Ski-Szene. © ANSA / ansa
Wie Goggia am FISI-Media-Day in Mailand erklärte, haben ihr vor allem die starken Schmerzen Angst gemacht. „Ich hatte viele neurologische Symptome, starkes Zittern und Sprachprobleme. Beim Gehen fühlte ich mich stark eingeschränkt, als wäre ich langsam und unkoordiniert – auch an den letzten beiden Tagen auf den Skiern“, so Goggia. „Dazu kamen diese unbeschreiblich starken Gelenksschmerzen, die mich sogar nachts quälten.“
„Mir fielen die Worte nicht mehr ein.“ Sofia Goggia
Die Italienerin erklärt, dass ihr sogar alltägliche Dinge schwerfielen. „Ich hatte Angst vor der Tatsache, dass ich nicht in der Lage war, die Treppe hinunterzugehen“, so Goggia. Nachdem sie das Trainingslager in Ushuaia abgebrochen hatte, kehrte sie nach Norditalien zurück. Dort begann die Reha. „Ich musste die Wörter viel deutlicher aussprechen, mir fielen die Worte nicht ein, ich hatte Momente, in denen ich geistig abwesend war, und verlor dann den Faden des Gesprächs.“
Goggia machte eine schwere Zeit durch.
Goggia erklärt, dass sich ihr Zustand mittlerweile verbessert habe. „Mir geht es jetzt definitiv viel besser, auch wenn ich merke, dass ich noch immer müde bin“, so die 33-Jährige. Dennoch betont sie: „Der Virtus hat mein Nervensystem angegriffen.“ Deshalb habe für sie nun Priorität, die geistige Klarheit wieder zu bekommen. „Ohne geistige Klarheit geht in meinem Sport gar nichts. Schließlich müssen wir bei einer Abfahrt einen 2,20 Meter langen Ski bei 140 km/h kontrollieren. Jetzt konzentriere ich mich darauf, diese Fähigkeit zurückzuerlangen.“ Den Saisonauftakt in Sölden wird Goggia nicht bestreiten.
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