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Slalom-Spezialistin Petra Unterholzner will es auch nach dem Aus in der Nationalmannschaft in den Weltcup schaffen. © P. Unterholzner / TV Ultental

Ski-Talent Unterholzner: „Bin mit 21 schon zu alt“

Nach einer durchwachsenen Saison kam für Petra Unterholzner im Frühling das Aus in der Nationalmannschaft. Aufgeben kommt für die 21-Jährige aus dem Ultental aber nicht in Frage. Sie versucht sich auf eigene Faust zurück in den Fokus zu kämpfen.

„April bis August ist eine lange Zeit ohne Skitraining. Deshalb bin ich besonders froh, dass wir jetzt hier am Stilfser Joch sind.“ Petra Unterholzner klingt erleichtert und zugleich fokussiert und selbstkritisch, wenn sie über ihre sportliche Zukunft – und auch die Vergangenheit – spricht. In der letzten Saison lief bei der Ultnerin gar nichts zusammen. Doch die Slalom-Spezialistin blickt zuversichtlich nach vorne und hat ihre Ziele nicht aus den Augen verloren.


Eigentlich wollte sich Unterholzner im Vorjahr in den Weltcup kämpfen, doch dann kam alles ganz anders. „Die letzte Saison war schwierig. Ich bin die meiste Zeit ausgeschieden und wenn ich einmal durchgekommen bin, dann haben die Resultate gefehlt. Es lief alles nicht so, wie ich es mir erhofft hatte“, fasst die Technikerin ihr vergangenes Jahr zusammen. Der Rauswurf aus dem Europacup- und dem Nationalteam kam deshalb nicht überraschend. Trotzdem sagt sie: „Ich hatte gehofft, dass ich nicht wegen eines schwachen Jahres rausfliege. Aber der Verband setzt im Europacup auf jüngere Fahrerinnen. Ich bin mit meinen 21 Jahren schon zu alt.“

Schritt für Schritt zum großen Ziel
An ein Aufgeben hat Unterholzner keinen Gedanken verschwendet: „Ich habe nach der Saison kurz reflektiert, aber nie ans Aufhören gedacht. Meine Familie steht voll hinter mir, das war nie ein Thema.“ Den Sommer über hat sie mit Dominik Paris (die beiden haben mit Matthias Schnitzer den selben Athletik-Trainer) an ihrer Fitness gefeilt. Jetzt stehen die ersten Schneetage auf dem Programm.

Petra Unterholzner daheim im Ultental: Im Sommer hält sie sich mit Konditraining und auch mit Hofarbeit (hier beim Tragen von Beregnungsanlagen) fit.


Weil die Fiamme-Azzurre-Sportgruppe von Unterholzner keinen eigenen Trainerstab hat, wird gemeinsam mit der Finanzgruppe am Stilfser Joch trainiert. Unter anderem sind Alex Hofer, Matteo Canins, Teresa Runggaldier und Vera Tschurtschenthaler (sie ist ebenfalls im Frühling aus dem Kader geflogen) dabei. Mit dem Nationalteam gibt es keinen Kontakt.

Im November will Unterholzner bei den ersten FIS-Rennen in Sulden starten und sich dort für höhere Aufgaben empfehlen: „Das Wichtigste ist, dass ich wieder schnell skifahre. Danach möchte ich im Europacup Fuß fassen.“ Ihr großes Ziel hat sie trotz allen Widrigkeiten nicht vergessen: „Den Weltcup habe ich nicht aus den Augen verloren. Aber es muss alles Schritt für Schritt gehen. Jetzt stehen andere Sache im Vordergrund.“


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