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Dominik Paris & Co. müssen sich wohl auf eine neue Startreihenfolge einstellen. © Pentaphoto

Ski-Zirkus vor lang ersehnter Änderung

Jahrelang führte dieses Thema im Ski-Weltcup zu heftigen Diskussionen, jetzt soll eine Regeländerung die Wogen glätten. Gemeint ist die Startreihenfolge in den Speed-Disziplinen.

Die Debatte über die fairste und zugleich spannendste Startreihenfolge ist so alt wie der Ski-Weltcup selbst. In den letzten Jahrzehnten wurden etliche Änderungen vollzogen. Die letzte Regelung, wonach die Top-10 der World Cup Starting List (WCSL) eine ungerade Startnummer zwischen 1 und 19 wählen dürfen, machte dabei keinen Athleten glücklich: Besonders im Super-G blieb dem Zehnten so nur die Nummer 1, wodurch der Athlet gewissermaßen zum Testpilot verkam. Die Ski-Asse, die in der WCSL auf den Plätzen 11 bis 20 lagen, bekamen hingegen eine gerade Nummer zwischen 2 und 20 zugelost – ein kleiner Vorteil.


Diese Regelung soll auf dem Kongress des Internationalen Ski-Verbandes FIS Ende Mai fallen und durch eine neue ersetzt werden. Demnach bekommen die Top-10 der WCSL in den Speeed-Disziplinen eine Nummer zwischen 6 und 15 zugelost. Die Positionen von 1 bis 5 sowie von 16 bis 20 stehen jenen Athleten zu, die in der WCSL die Ränge von 11 bis 20 belegen. Durch das Zufallsprinzip soll eine größere Fairness gewährleistet werden. In trockenen Tüchern ist dies noch nicht, vieles deutet jedoch darauf hin, dass sich die Ski-Fans in der kommenden Saison an eine neue Startreihenfolge gewöhnen müssen.

Adaption im Parallel-Rennen
Nicht nur die Startreihenfolge in den Speed-Disziplinen obliegt einer Änderung, auch die Parallel-Rennen präsentieren sich im neuen Gewand. Nach den Diskussionen um den maximalen Zeitrückstand von einer halben Sekunde soll das Limit auf 0,75 Sekunden pro Lauf angehoben werden. Hintergrund sind die Rennen, in denen die Athleten aufgrund der Unterschiede der beiden Kurse im ersten Run den Maximalrückstand aufreißen, um im zweiten Lauf diesen wieder wettzumachen. In der neuen Saison sind zwei Parallel-Rennen vorgesehen: Eines findet in Lech-Zürs statt, das andere bei der Weltmeisterschaft in Meribel.

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