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Clement Noel holte Slalom-Gold. © APA/afp / DIMITAR DILKOFF

Slalom-Gold: Die große Erlösung des Clement Noel

Clement Noel gilt wahrscheinlich als der talentierteste Slalomfahrer der Welt. Nach einer schwierigen Weltcup-Saison folgte für den Franzosen nun ausgerechnet in Peking die Erlösung. Er kürte sich nämlich mit einem fantastischen zweiten Lauf zum Olympiasieger.

Von:
David Lechthaler

Nach seinem Ausfall in Madonna di Campiglio, als Clement Noel auf dem Weg zu seinem zweiten Saisonsieg ein Tor vor dem Ziel ausgeschieden war, war beim 24-Jährigen der Wurm drin. Seither war nämlich ein 8. Platz in Wengen sein bestes Ergebnis gewesen. Das genügt den hohen Ansprüchen des stolzen Franzosen natürlich nicht. Doch das ist jetzt alles vergessen. Den am Mittwoch kürte sich Noel zum neuen Slalom-Olympiasieger.


Der Gewinner von 9 Weltcup-Slaloms war nach dem 1. Lauf noch auf Rang 6 gelegen. Doch im Finale zauberte Noel die Laufbestzeit in den Schnee. An seine Zeit kam im Anschluss niemand mehr heran. Auch nicht der Halbzeit-Führende Johannes Strolz. Der Österreicher holte sich mit einem Rückstand von 61 Hundertstelsekunden im Ziel aber Silber.

Die Medaillengewinner: Noel (Bildmitte), Strolz (links) und Foss-Solevaag. © APA/afp / DIMITAR DILKOFF


Für den 29-jährigen Vorarlberger ist es bereits das 2. Edelmetall in Peking nach Gold in der Kombination. Er sorgt damit für die Geschichte schlechthin, nachdem er zu Saisonbeginn nicht einmal zum Weltcup-Kader gehörte und sich seine Skier selber präparieren musste. Dritter wurde der Norweger Sebastian Foss-Solevaag. Sein Teamkollege Henrik Kristoffersen verpasste die Bronzemedaille um nur 9 Hundertstel und musste mit Blech Vorlieb nehmen.
Vinatzer scheidet aus
Alex Vinatzer, der nach dem 1. Lauf auf Rang 17 gelegen war, riskierte im Finale alles. Auf dem Weg zu einer klaren Zwischenbestzeit schied der Grödner 5 Tore vor dem Ziel aus. Vinatzer musste aber volles Risiko nehmen, um irgendwie noch in den Medaillenkampf eingreifen zu können. Bester Azzurro wurde der Olympiasieger von 2010, Giuliano Razzoli, auf Rang 8.

Alex Vinatzer nahm volles Risiko. Das ging am Ende nicht auf. © APA/afp / FABRICE COFFRINI


Weiter geht’s für die Alpinen am Donnerstag mit einer Damen-Kombination. Die Abfahrt wird um 3.30 Uhr (MEZ) ausgetragen, der Slalom dann um 7 Uhr.

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