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Der Schweizer Skiboss Urs Lehmann hat einige interessante Ideen im Kopf. © AFP / FABRICE COFFRINI

So möchte der Schweizer Ski-Präsident den Weltcup verändern

Ist der Ski-Weltcup zu langweilig? Der Schweizer Urs Lehmann hat auf jeden Fall einige neuen Ideen, wie der Ski-Weltcup in Zukunft (noch) interessanter werden soll.

Der Swiss-Ski-Präsident, der als möglicher Nachfolger von FIS-Chef Gianfranco Kasper gilt, gab im Boulevardblatt Blick einen Einblick in seine Ideen-Werkstatt. Lehmann will den alpinen Skizirkus nicht revolutionieren, hat allerdings ein paar Reformen im Kopf.


Ein Dorn im Auge sind Lehmann die Parellelrennen. Der Schweizer bemängelt die fehlende Fairness, was vor allem bei der WM in Cortina d’Ampezzo nicht abzustreiten war. Ganz abschreiben möchte der Schweizer die Parallelrennen aber nicht. Er sagt: „Man hat in den vergangenen Jahren zu stark am Format geschraubt – leider nicht nur zum Guten. Wenn man die Disziplin retten will, muss man schnell und konsequent reagieren.“

Mehr Speedrennen, mehr Abendrennen
Lehmann will den Speedspezialisten mehr Möglichkeiten einräumen, um den Gesamtweltcup zu kämpfen. Das ist für Dominik Paris & Co. bisher kaum machbar, denn es gibt deutlich mehr Technikwettbewerbe als Abfahrten und Super-G-Rennen. Eine Idee wäre: 44 Rennen, davon acht Parallel- bzw. Kombinations-Wettkämpfe. Die restlichen 36 Rennen würden zu gleichen Teilen aufgeteilt auf Abfahrt, Slalom, Riesentorlauf und Super-G – also je neun Events pro Disziplin. Um mehr TV-Zuschauer vor den Bildschirm zu locken, wünscht sich Lehmann mehr Skirennen zur Primetime – auch unter der Woche.

Dominik Paris & Co. sollen künftig mehr Chancen auf den Gesamtweltcup haben. © APA / HELMUT FOHRINGER


Eine spannende Idee von Lehmann ist es, die Skicrosser in den alpinen Weltcup zu integrieren. Lehmann: „Diese Vision habe ich schon seit einiger Zeit. Skicross hat viel mehr mit Ski alpin als mit Ski Freestyle zu tun. Eine schrittweise Annäherung ist anzustreben.“ Auch das Verletzungsproblem möchte der Eidgenosse – in Form von Prävention und Projekten – angehen. Deutlicher wurde Lehmann im Bezug auf die vielen Knieverletzungen nicht.

Autor: cst

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