
Paula Moltzan und ihr Ehemann sind sowohl auf der Piste als auch im Privatleben ein Team.
Sölden-Siegerin: Babyplanung der etwas anderen Art
Das Sölden-Wochenende ist Geschichte – und brachte mit Paula Moltzan eine unerwartete Heldin hervor. Die US-Amerikanerin hat eine besondere Story, auch was ihre Babyplanung anbelangt.
26. Oktober 2026
Von: det
Es ist nie zu spät, sich einen Traum zu erfüllen: Das weiß nun auch Paula Moltzan. Im Alter von 32 Jahren gewann die US-Amerikanerin am Samstag ihr erstes Weltcuprennen. Schon seit Jahren ist Moltzan in den technischen Disziplinen Weltklasse, sie eroberte schon WM- und Olympiamedaillen, doch im Weltcup reichte es nie für ganz vorne. Bis zum Samstag, an dem sie in Sölden alle hinter sich ließ.
Moltzan sorgte allerdings nicht nur in Sölden für Schlagzeilen, sondern schon in den Wochen und Monaten davor. Da wäre zum einen ihr Wechsel zur Ski-Marke Van Deer – als erste Skifahrerin überhaupt. Da wäre aber auch ihre Babyplanung der etwas anderen Art, die Moltzan im vergangenen Sommer öffentlich gemacht hat.
Paula Moltzan gewann das Rennen in Sölden. © APA / EXPA/ JOHANN GRODER
Im April ließ sich die 32-Jährige ihre Eizellen einfrieren. „Das hat mir eine unglaubliche Last von den Schultern genommen. Es ist wie eine Versicherung für meine Zukunft“, sagte Moltzan damals. „Nun kann ich mit freiem Kopf am Start stehen. Mein Wunsch nach einer großen Familie bleibt bestehen, während ich im Weltcup alles geben kann.“
Eine Gebärmutter auf dem Helm
Die US-Amerikanerin, die schon seit Jahren mit ihrem Servicemann Ryan Mooney verheiratet ist, erklärte weiter: „Als weibliche Profisportlerin ist man in einem ständigen Wettlauf gegen die Zeit. Der Höhepunkt deiner Karriere fällt genau in die Jahre, in denen auch deine Fruchtbarkeit am höchsten ist.“Ein besonderes Design ziert den Helm von Paula Moltzan. © TT News Agency / PONTUS LUNDAHL
Dazu passt auch der Kopfsponsor von Moltzan: Die Sölden-Siegerin wirbt für NRM Fertility, eine auf Kinderwunsch spezialisierte Fachklinik. Auf ihrem Helm ist eine Gebärmutter abgebildet, deren Gestaltung aus floralen Elementen besteht.
„Mein wichtigstes Ziel mit dieser Partnerschaft ist es, mehr Sportlerinnen – sowohl im Skisport als auch in anderen Sportarten – zu informieren und zu stärken, damit sie die Möglichkeiten kennen, die ihnen bei der Planung ihrer Zukunft zur Verfügung stehen“, so Moltzan.
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