
Marta Bassino arbeitet sich Schritt für Schritt zurück. © ANSA / ANNA SZILAGYI
„Sölden war seltsam“: Bassino auf Suche nach sich selbst
Beim Weltcup-Auftakt in Sölden hat Marta Bassino nach langer Zwangspause ihr ersehntes Comeback gefeiert. Die Erwartungen der zweifachen Weltmeisterin sind jedoch überraschend gedämpft.
06. November 2026
Von: nie
Marta Bassino ist zurück im Ski-Weltcup. Nach ihrer langen Verletzungspause – sie zog sich im Oktober 2025 einen Schienbeinbruch zu – arbeitet die Italienerin daran, wieder zu alter Stärke zu finden. Dass sie dafür noch einiges an Zeit benötigen wird, ist der zweifachen Weltmeisterin bewusst. Entsprechend zurückhaltend blickt sie auf die kommenden Rennen.
„Ich habe keine großen Erwartungen. Nach meiner Verletzung muss ich praktisch alles wieder neu aufbauen“, erklärte Bassino im Gespräch mit My Livigno TV. Ergebnisse seien für sie derzeit zweitrangig. Viel wichtiger sei es, wieder regelmäßig auf hohem Niveau Ski zu fahren.
Bassino muss noch ihr Selbstbewusstsein finden
Beim Weltcup-Auftakt in Sölden gab die 30-Jährige ihre Rückkehr auf die große Bühne. In den zweiten Durchgang schaffte es die siebenmalige Weltcupsiegerin im hinteren Ötztal jedoch nicht. „Sölden war nach der langen Pause etwas seltsam. Ich bin froh, dass ich wieder ein Rennen bestritten und eine Startnummer getragen habe, nachdem ich ein Jahr lang von dieser Welt abgeschnitten war“, berichtete sie.Marta Bassino freut sich über ihre Rückkehr. © ANSA / ANNA SZILAGYI
In den kommenden Wochen will Bassino weitere Fortschritte machen. Nach Trainingseinheiten in der Schweiz und im Pitztal steht nun die Reise nach Nordamerika bevor. „Mir ist bewusst, dass ich an einigen Dingen arbeiten muss, um wieder Sicherheit und Selbstvertrauen zu gewinnen“, sagte sie. Mit anderen Worten: Sie muss wieder zu sich selbst finden. „In den kommenden Wochen kann ich eine gute Grundlage schaffen“, so Bassino
Bassino schwärmt von Vorbild Brignone
Eine zusätzliche Herausforderung stellt die Umstellung auf neues Material dar. Während sie sich in den Speed-Disziplinen bereits gut zurechtfindet, sieht Bassino im Riesenslalom noch Verbesserungsbedarf. Dort müsse sie abhängig von den jeweiligen Bedingungen noch an der Abstimmung arbeiten.„Für das, was sie nach ihrer Verletzung geleistet – dafür gibt es kaum Worte.“ Marta Bassino
Was sie antreibt? Da wäre unter anderem ein äußerst prominentes Beispiel aus ihrem direkten Umfeld. „Sie ist ein unglaubliches Vorbild“, schwärmte Bassino von Teamkollegin Federica Brignone, welche nach einer schweren Verletzung ein fulminantes Comeback gefeiert und sowohl im Super-G als auch im Riesenslalom die olympische Goldmedaille erobert hatte. „Für das, was sie nach ihrer Verletzung geleistet – dafür gibt es kaum Worte.“
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