
Eine innige Umarmung für Sofia Goggia. © Instagram
Sofia Goggia: „Er hat mir aus der Dunkelheit geholfen“
Sofia Goggia ist Italiens große Hoffnungsträgerin bei den Olympischen Spielen. In einem Interview gab sie nun emotionale Einblicke.
05. Januar 2026
Von: det
Die Olympischen Spiele in Mailand und Cortina rücken in riesigen Schritten näher. In einem Monat – am 6. Februar – steigen die Eröffnungsfeiern, danach werden in Norditalien neue Wintersporthelden geboren und auch viele Dramen geschrieben. Eine, die besonders im Fokus steht, ist Sofia Goggia. Die furchtlose Abfahrerin gilt als eine der größten Medaillenhoffnungen der Azzurri.
Goggia hat eine besondere Karriere hinter sich. Sie gewann schon etliche Rennen und wurde 2018 Olympiasiegerin. Doch ihre risikoreiche Fahrweise sorgte dafür, dass sie schon oft auf dem Operationstisch landete. So wie im Jänner 2024, als sich Goggia im Training einen Schienbeinbruch zuzog und eine sehr schlimme Zeit durchlebte. „Ich wusste nicht, ob ich jemals zurückkommen werde“, sagte sie damals.
Roberto Baggio als Helfer
In dieser dunklen Zeit half Goggia ausgerechnet eine Sportlegende, wieder auf die Beine zu kommen: Die Bergamaskin suchte nämlich Rat bei Roberto Baggio, einem der größten Fußballer in Italiens Sportgeschichte. „Das war für mich eine enorm wichtige Begegnung, denn ich durchlebte eine dunkle Zeit“, so Goggia in einem Interview mit Corriere della Sera. „Ich habe um ein Treffen gebeten, weil ich weiß, wie sehr er während seiner Karriere von Verletzungen gebeutelt wurde. Ich musste wissen und verstehen, welche Motivationen er hatte, um sich immer zurückzukämpfen.“Sofia Goggia ist eine der besten Skifahrerinnen der Welt. © ANSA / Guillaume Horcajuelo
Goggia erläutert: „Ich bin zu Baggio nach Hause gefahren, wir haben lange gesprochen. Ich war überzeugt, dass Verletzungen das Produkt innerer Konflikte seien. Ich musste mit jemandem sprechen, der mich verstehen konnte.“
„Er sagte mir: 'Du musst für dich selbst entscheiden, der Rest sind einfach nur Paranoia.'“ Sofia Goggia
Baggio hörte gespannt zu und zeigte Goggia anschließend auch das Zimmer, in dem er jeden Tag betet – die Fußballlegende ist nämlich bekennender Buddhist und schöpft daraus viel Kraft. „Irgendwann sah er mich an und sagte: 'Du musst für dich selbst entscheiden, der Rest sind einfach nur Paranoia.' Damit hatte er recht. Er half mir aus dieser schweren Zeit“, so Goggia.
In der Tat fand die Italienerin nach dieser Begegnung aus der Dunkelheit heraus und startete ihr Comeback. Nun zählt sie wieder zu den besten Abfahrerinnen der Welt – und zu den großen Favoritinnen auf eine Olympia-Medaille.
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