L Ski Alpin

Möchte ihren Erfolgslauf möglichst fortsetzen: Sofia Goggia. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

Sofia Goggia und der Schlüssel zum Sieg

In den vergangenen Wochen war Sofia Goggia das Maß aller Dinge. In St. Moritz musste die Überfliegerin der Lokalmatadorin Lara Gut-Behrami aber den Vortritt lassen. Ihr Selbstvertrauen hat die Azzurra dadurch aber noch lange nicht verloren.

Bisher kannten die beiden Speed-Disziplinen im Weltcup nur einen Namen: Sofia Goggia. Sowohl in den Abfahrten als auch im Super G von Lake Louise konnte sie sich souverän an die Spitze setzen und führte ihre Konkurrenz nach Belieben vor. Ihre große Konkurrentin hatte indes mit ihrer Gesundheit zu kämpfen, Lara Gut-Behrami schien noch nicht im Weltcup-Alltag angekommen zu sein.


Beim Super G in St. Moritz feierte die Tessinerin aber ihr Comeback auf dem Siegerpodest und setzte sich knapp zwei Zehntel vor Goggia durch. Der Rest war abgeschlagen. Der Kampf um die Kugel nimmt nun also an Fahrt auf. Und Goggia? Sie sieht dem aufbrausenden Sturm aus der Schweiz gelassen entgegen. „Ich weiß, dass das heute nicht meine beste Leistung war. Und ich weiß auch, dass ich mich verbessern kann.“

Der Konkurrenzkampf verleiht Flügel
Bereits vor der Saison war die Rivalität zwischen Sofia Goggia und Lara Gut-Behrami hervorgehoben und der Kampf um die große Kristallkugel eingeläutet worden. Gerade in solchen Situationen sei es wichtig, sich selbst treu zu bleiben und sich nicht von den Leistungen der anderen irritieren zu lassen. Angesichts der drei Siege zum Auftakt scheint dies der Speed-Queen auch gelungen zu sein.

Aber auch aus Niederlagen vermag die Lombardin Positives mitzunehmen: „Ich habe mich auf meine Linie verlassen, die ich mir mit meinem Trainer erarbeitet habe. Ich wusste, dass Gut über eine Sekunde vor Shiffrin lag. Dass ich nur zwei Zehntel zurücklag, hat mich glücklich gemacht.“

Das Duell würde sich zusätzlich immer weiter anspornen. „Ich bin froh, dass ich mich mit ihr messen kann. Auch wenn ich mir sicher bin, dass sie noch einen Ticken besser ist als ich selbst.“ Gut-Behrami sei schlichtweg eine Gegnerin, welche sie immer wieder zu ihren besten Leistungen treibe. Dies kann am Ende auch der Schlüssel zum Sieg für die Azzurra sein.

In St. Moritz gab es für Goggia weitere wichtige Punkte. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

Zu sehr möchte sich Goggia aber nicht auf den ewigen Vergleich mit der Schweizerin einlassen. „Die Saison wird spannend, aber ich schaue nicht auf die Gesamtwertung, weil es noch zu früh dafür ist.“ Dass sie aber die Führung im Super G (punktgleich mit Gut-Behrami) behalten konnte, mache sie trotzdem sehr stolz. Bereits am Sonntag geht es in die nächste Runde. Dann steht der zweite Super G von St. Moritz auf dem Programm.

Empfehlungen

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben.
Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen Sie Ihre Daten: Die Eingabe von Adresse, Ort, PLZ & Telefon ist verpflichtend, um einen Kommentar absenden zu können.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2022 First Avenue GmbH