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Petra Vlhova jubelt beim Nachtrennen in der Flachau. © APA / BARBARA GINDL

Spektakel in Flachau: Entfesselte Vlhova besiegt Shiffrin

Mit einer unfassbaren Leistung im zweiten Durchgang hat sich Petra Vlhova den Sieg beim Nachtslalom in der Flachau gesichert. Damit hat die Slowakin auch Superstar Mikaela Shiffrin hinter sich gelassen – und der US-Amerikanerin zudem einen Rekord vermasselt.

Hätte Shiffrin den Slalom im Salzburger Land gewonnen, dann hätte sie zu Vreni Schneider und Janica Kostelic aufgeschlossen: Sie hatten jeweils acht Slaloms in Serie gewonnen. Shiffrin stand bei sieben – und dabei bleibt es auch.

Vlhova mit Laufbestzeit im zweiten Lauf

Mit Sportwetten auf die Siegerin von Damen-Slaloms ist in letzter Zeit kein Geld zu verdienen. Um das weltbekannte Zitat von Gary Lineker umzuwandeln: 70 Läuferinnen fahren den Slalomhang hinunter und am Ende gewinnt immer Mikaela Shiffrin.

Hatte im Schneetreiben von Flachau das Nachsehen: Mikaela Shiffrin. (Foto: Pentaphoto)

Zumindest in den letzten Monaten war das immer so: Shiffrin hat alle bisherigen sechs Slaloms der laufenden Weltcup-Saison gewonnen. Mehr noch: Als sie zuletzt nicht gewonnen hat (im Jänner 2018 in Lenzerheide), ist sie ausgefallen. Es war im November 2017, als sich die 23-Jährige zum letzten Mal auf der Piste in einem Weltcup-Slalom geschlagen geben musste. Schon damals hatte es Petra Vlhova geschafft, Shiffrin in Levi in die Schranken zu weisen.

In Flachau packte die Slowakin einen unfassbaren zweiten Durchgang aus. Auf einer ramponierten Piste knallte die 23-jährige Laufbestzeit hin. Daran biss sich nicht nur die Schwedin Anna Swenn Larsson , sondern auch Shiffrin die Zähne aus. Dafür zollte die Amerikanerin ihrer Konkurrentin ordentlich Respekt: „Sie ist eine großartige Skifahrerin und eine harte Arbeiterin. Wären wir nicht so erbitterte Gegnerinnen, wären wir wahrscheinlich Freundinnen.“

Italienisches Debakel

Eine unterirdische Bilanz haben die Italienerinnen vorzuweisen. Weil Chiara Costazza im zweiten Durchgang nach starker Zwischenzeit ausfiel, ist mit Marta Rossetti die beste „Azzurra“ beim Nachtslalom in Flachau auf Rang 49 gerankt – ein Debakel.

Wurde nachträglich disqualifiziert: Anna Swenn Larsson. © APA / BARBARA GINDL


Einen besonders bitteren Abend erlebte die Schwedin Swenn Larsson. Als Dritte wäre sie erstmals auf dem Podest gestanden, doch nachträglich wurde sie disqualifiziert. Der Grund: Swenn Larsson hatte eingefädelt. Damit rutschte Katharina Liensberger zum ersten Mal in ihrer Karriere auf das Slalom-Podest.


Autor: cst

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