L Ski Alpin

Jubel beim norwegischen Team. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

Stars pfeifen auf Teamevent, Norwegen gewinnt

Am Freitagmittag wurde beim Weltcupfinale in Lenzerheide das Teamevent ausgetragen. Den Sieg bei diesem umstrittenen Format holten sich die Weltmeister aus Norwegen.

Irgendwie schon paradox: Am Mittwoch und Donnerstag war das Wetter so schlecht, dass weder die Abfahrten noch die Super-Gs der Damen und Herren durchgeführt werden konnten. Weil bei einem Weltcupfinale die Rennen nicht verschoben werden dürfen, wurden sie ersatzlos gestrichen – was für viel Kritik sorgte. Kurioserweise herrschte am Freitag in Lenzerheide bestes Wetter vor – und so konnte der für viele belanglose Teambewerb bei strahlendem Sonnenschein und idealen Bedingungen durchgeführt werden.


Dass die Ski-Elite nicht viel von diesem Format hält, wurde an der Aufstellung ersichtlich: Die großen Stars suchte man vergebens, von den klingenden Namen waren nur Luca De Aliprandini (Vize-Weltmeister im Riesentorlauf) und Adrian Pertl (Vize-Weltmeister Slalom) dabei. Ein Grund für das mangelnde Interesse ist, dass es im Teamevent keine Punkte für die Einzelwertung gibt.

Italien scheidet früh aus
Schlussendlich setzte sich das norwegische Quartett durch, das bereits bei der WM in Cortina d’Ampezzo triumphiert hat. Im Finale setzten sich Kristina Riis-Johannessen, Leif Nestvold-Haugen, Kristin Lysdahl und Sebastian Foss-Solevaag gegen Deutschland (Andrea Filser, Linus Strasser, Lena Dürr und Alexander Schmid) durch. Platz drei ging an Österreich mit Franziska Gritsch, Fabio Gstrein, Katharina Huber und Adrian Pertl.

Nadia Delago schied bei ihrer Fahrt aus. © APA/afp / FABRICE COFFRINI


Für die Azzurre mit der Grödnerin Nadia Delago war bereits im Viertelfinale gegen Deutschland Schluss. Delago schied in ihrem Duell gegen Filser aus, danach brachten De Aliprandini und Weltcupdebütantin Sophie Mathiou (sie kürte sich vor wenigen Tagen zur Juniorenweltmeisterin im Slalom) Italien aber mit 2:1 in Führung. Im finalen Duell setzte sich Alex Schmid jedoch gegen Giovanni Borsotti durch, beförderte Deutschland so ins Halbfinale und Italien aus dem Bewerb.

De Aliprandini deutete im Interview mit dem ORF übrigens an, dass er das Teamevent als Training nutzt. „Das Interesse des Verbandes daran ist nicht übermäßig groß“, so der Nonsberger.


http://visual.apa.at/wintersport/index.html?apaview=topic:to138-page:live-event:9078123

Autor: det

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2021 Sportnews - IT00853870210