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Eine schönere Kulisse gibt es im Skizirkus nicht. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

Streit eskaliert: Aus für Wengen-Klassiker beantragt

Der Streit zwischen dem Organisationskomitee der traditionsreichen Lauberhorn-Rennen in Wengen und dem Schweizer Skiverband hat die nächste Eskalationsstufe erreicht. Swiss Ski hat am Mittwoch beantragt, dass der Klassiker ab der Saison 2021/22 aus dem Weltcup-Kalender gestrichen wird.

Für den kommenden Winter ist der Rennkalender schon definitiv vom FIS-Vorstand abgesegnet und kann nicht mehr abgeändert werden. In dem seit 2016 schwelenden Zwist geht es insbesondere um die Einnahmen aus TV-Einnahmen.

Die Wengen-Organisatoren erhoffen sich mehr Geld vom Verband, weshalb man sogar den Sportgerichtshof CAS anrief. Dessen Zwischenurteil folgte bereits vor zwei Monaten, doch die zwei streitenden Parteien haben seither keine Einigung gefunden und kommunizieren nur über Anwälte.

„Die FIS will Wengen sicher nicht verlieren.“
FIS-Präsident Gian Franco Kasper

In einer Aussendung der Lauberhorn-Rennen heißt es, dass „das eigenmächtige Vorgehen von Swiss Ski erstaunt und befremdet umso mehr, als dass Urs Lehmann, Präsident von Swiss Ski, noch vor wenigen Tagen in mehreren Interviews die Wichtigkeit der Lauberhornrennen für den nationalen Schneesport betonte. Selbst ein Lauberhornrennen ohne Zuschauer erachtete er für 'besser als gar nichts'“. Das OK der Lauberhorn-Rennen sei nach wie vor gesprächsbereit, heißt es weiters.
Lauberhorn-Klassiker: Herz des Skisports
Im Jänner hatte FIS-Präsident Gian Franco Kasper – um dessen Nachfolge bewirbt sich u.a. Lehmann – die beiden Parteien aufgefordert, sich an einen Tisch zu setzen und endlich eine Lösung zu finden.

Dass die Weltcup-Rennen nicht mehr in Wengen stattfinden und nach Zermatt abwandern könnten, bezeichnete Kasper als „Illusion“: „Die FIS will Wengen sicher nicht als Weltcup-Austragungsort verlieren. Das Lauberhorn ist eines unserer größten und bekanntesten Rennen. Alles andere ist Blödsinn.“

Autor: cst/apa

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