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Henrik Kristoffersen, Ski-Superstar aus Norwegen. © ANSA / ANNA SZILAGYI

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Henrik Kristoffersen, Ski-Superstar aus Norwegen. © ANSA / ANNA SZILAGYI

Streit um viel Geld: Kristoffersen hat gewonnen

Noch bevor die neue Saison begonnen hat, darf sich Superstar Henrik Kristoffersen über einen Sieg der etwas anderen Art freuen.

Thomas Debelyak

Von:
Thomas Debelyak

Der Helm ist für einen Profi-Skifahrer nicht nur eine Ausrüstung, die im Ernstfall Leben retten kann. Nein, er ist für ihn auch das Accessoire, mit dem er viel Geld verdienen kann. Der Kopfsponsor ist im Ski-Weltcup nämlich gleichbedeutend mit dem Hauptsponsor, und deshalb gibt es dort oft lukrative Deals für die Stars.


Ein prominenter Skifahrer hatte in den letzten Jahren damit jedoch zu kämpfen, nämlich Henrik Kristoffersen. Der Norweger wird nämlich von Red Bull gesponsert – doch die berühmten Bullen-Hörner durfte der Superstar nicht auf dem Kopf platzieren. Der Helmsponsor wurde in Norwegen nämlich vom Verband vorgegeben, sprich: Alle Ski-Asse der Wikinger mussten mit einem Telenor-Logo auf der Stirn fahren.

Kristoffersen ging sogar vor Gericht

Weil Kristoffersen dadurch jährlich viel Geld verloren ging, befand er sich lange im Clinch mit dem Verband. 2016 reichte der zweifache Weltmeister sogar Klage vor Gericht ein, drei Jahre später verlor er den Prozess aber. Doch nun gibt es eine überraschende Einigung. Künftig dürfen die besten Skifahrer der Norweger selbst über ihren Kopfsponsor entscheiden.

Kristoffersen: Auf dem Kopf hat er den Verbandssponsor, ab der kommenden Saison ist das anders. © APA / ERWIN SCHERIAU

Kristoffersen: Auf dem Kopf hat er den Verbandssponsor, ab der kommenden Saison ist das anders. © APA / ERWIN SCHERIAU


Norwegens Alpin-Direktor Claus Ryste erklärte: „Wir als Verband haben gemeinsam mit Telenor, unserem Hauptsponsor, beschlossen, dass Athleten mit A-Status ihren eigenen Helm vermarkten dürfen, wie es die meisten Nationen im Weltcup tun. Es ist eine Win-Win-Situation.“ Vor allem Kristoffersen ist dadurch erleichtert und erfreut. „Ich habe über zwölf Jahre dafür gekämpft und bin mit meiner Meinung nie ins Wanken geraten“, sagte er gegenüber Ski Racing Media.

Kristoffersens Kampf hat sich also ausgezahlt, auch für seine Teamkollegen. Unter anderem dürfen nun auch Timon Haugan, Atle Lie McGrath oder Thea Louise Stjernesund selbst über die Gestaltung ihres Helms entscheiden. „Jetzt sind wir endlich auf dem gleichen Niveau wie alle anderen“, meinte beispielsweise McGrath.

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