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Triumphierte in Kitzbühel: Beat Feuz. © APA / GEORG HOCHMUTH

Stürmische Tage mit großem Finale: Feuz siegt in Kitzbühel

Vor fast genau einem Jahr hat Beat Feuz seinen letzten Weltcupsieg gefeiert. Wo? Genau, in der Abfahrt von Kitzbühel. Am Sonntag hat der „Kugelblitz“ erneut zugeschlagen – und so eine turbulente Woche gekrönt.

Von:
Thomas Debelyak

Beat Feuz ist ein ruhiger Typ, der das Rampenlicht eher meidet. In dieser Woche stand er jedoch mehrmals im Fokus – und das nicht nur aufgrund seiner Arbeit, dem Skifahren. Am Montag erblickte sein zweites Kind das Licht der Welt. Quasi zeitgleich kamen Rücktrittsgerüchte auf, zu denen er sich nur vage äußerte. Und jetzt? Jetzt fährt er im stolzen Alter von 34 Jahren dank eines Husarenritts zu seinem dritten Sieg beim wichtigsten Skirennen der Welt, der Abfahrt von Kitzbühel. Was für turbulente Tage, was für ein Grande Finale!


Den letzten Sieg im Weltcup hatte der Schweizer am 24. Jänner 2021 in Kitzbühel gefeiert, seitdem rannte der viermalige Abfahrts-Gesamtsieger dem 16. Triumph hinterher. Am Freitag musste er auf der verkürzten Streif noch mit Platz 8 Vorlieb nehmen, nun platzte der Knoten aber: Bei widrigen Bedingungen fuhr Feuz der Konkurrenz davon und holte sich vor seinem Landsmann Marco Odermatt die goldene Gams. Platz 3 ging an den Österreicher Daniel Hemetsberger.

Blitzschnell: Beat Feuz. © APA / EXPA/JOHANN GRODER


Die Skirennläufer mussten in Kitzbühel schon vor der Abfahrt taktisches Feingefühl beweisen: Da das Rennen zu ungewöhnlicher Stunde um 13.30 Uhr über die Bühne ging, waren die Lichtverhältnisse alles andere als ideal. Andererseits hatte es in der Nacht wieder ordentlich geschneit. Welche Startnummer war also am besten? Waren am Freitag noch die höheren Nummern im Vorteil, so lief es am Sonntag für die niederen besser. Hemetsberger etwa fuhr mit der Nummer 1 aufs Podest, Odermatt (7) und Feuz (9) gingen ebenfalls relativ früh auf die Piste.

Freute sich über Platz 2: Marco Odermatt. © APA / GEORG HOCHMUTH


Vor allem Feuz fuhr wie aus einem Guss: Der Schweizer, der erst im Vorjahr seinen ersten Kitzbühel-Sieg feiern konnte, hatte die ruppige Piste zu jeder Zeit im Griff, spielte in den entscheidenden Passagen all seine Routine aus und war dazu noch mit sehr hohem Grundspeed unterwegs. Da konnte ihm am Sonntag keiner das Wasser reichen. Mindestens gleich hoch einzuschätzen ist die Leistung von Odermatt, der seinen ersten Abfahrts-Podestplatz am Hahnenkamm feiern durfte.
Paris und Innerhofer in den Top 10

Dominik Paris landete auf dem 7. Rang. © APA / EXPA/JOHANN GRODER


Die Südtiroler haben sich im Vergleich zum Freitag ordentlich gesteigert, doch mit den Startnummern 15 und 16 waren Dominik Paris und Christof Innerhofer chancenlos auf einen Podestplatz. Zur trüben Sicht mischte sich auch immer wieder etwas Nebel dazu, zudem ließ die Piste immer mehr nach, weshalb beide kontinuierlich Zeit einbüßten. Dass es am Ende für Rang 7 (Paris) und 9 (Innerhofer) reichte, kann als kleiner Erfolg verbucht werden, auch wenn es vor allem Paris wurmen dürfte, dass er heuer auf einer seiner Lieblingspisten nicht vorne mitmischen konnte.


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