
Marte Monsen musste verletzt abtransportiert werden. © ANSA / ALESSANDRO DELLA VALLE
Sturz-Schock in Crans-Montana: Abfahrt abgebrochen
Es war eine Abfahrt, die ganz üble Bilder geliefert hat: Beim Speed-Bewerb in Crans-Montana gab es heftige Stürze, mehrfach musste das Rennen unterbrochen werden – bis nach nur sechs Läuferinnen alles vorbei war. Auch Lindsey Vonn hat's erwischt!
30. Januar 2026
Von: fop/dl
Die letzte Abfahrt vor Olympia lieferte am Freitag ganz viel Diskussionsstoff. Weil die Wetterbedingungen in Crans-Montana (Schweiz) nicht gut sind, wurde der Start der Abfahrt bereits vor Rennbeginn nach unten verlegt. Dennoch gab es auf der weichen Piste gleich mehrere Stürze. Von den ersten sechs Läuferinnen kamen nur drei ins Ziel.
Bereits Startläuferin Nina Ortlieb stürzte nach nur wenigen Toren und landete im Fangnetz. Sie blieb unverletzt – anders als Marte Monsen wenige Minuten später. Die Norwegerin verlor bei ihrem Crash neben den Skiern auch noch Helm und Brille und schlitterte so praktisch ungeschützt ins Ziel. Von dort wurde sie mit dem Akia abtransportiert.
Marte Monsen krachte mit voller Wucht in die Streckenbegrenzung. © ANSA / ALESSANDRO DELLA VALLE
Danach machte Lindsey Vonn unliebsame Bekanntschaft mit dem weichen Schnee im Schweizer Weltcup-Ort. Im Fuchsloch, an gleicher Stelle wie Ortlieb, drückte es sie tief in die Hocke, sie rutschte aus und landete im Netz. Danach blieb sie lange liegen, umringt von Helfern und Trainern. Erst nach einer längeren Pause raffte sie sich auf und rutschte auf Skiern vorsichtig ins Ziel, von dort wurde sie mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Ein großer Schreck wenige Tage vor Olympia!
Abbruch sorgt für Diskussionen
Nach Vonns Sturz war das Rennen lange unterbrochen, ehe ein Vorläufer auf die Strecke geschickt wurde. Im Anschluss kam der Beschluss: Die Abfahrt ist abgebrochen! Die Zeiten der in Führung liegenden Jacqueline Wiles sowie von Corinne Suter und Romane Miradoli wurden annulliert.Lindsey Vonn rutschte mit schmerzverzerrtem Gesicht in Richtung Ziel. © APA/afp / FABRICE COFFRINI
Doch die Entscheidung stieß auch prompt auf Kritik. Einige der Athletinnen, die noch im Starthäuschen standen, monierten, dass die Stürze nicht den schwierigen Pistenverhältnissen, sondern individuellen Fahrfehlern geschuldet waren. Was bleibt, ist ein kurzes Rennen mit vielen üblen Bildern und ebenso großem Gesprächsstoff.
Weitergehen soll das Speed-Wochenende in Crans-Montana am Samstag (11 Uhr) mit dem Super-G der Damen. Am Sonntag (11 Uhr) sind dann die Herren mit einer Abfahrt an der Reihe. Ab Mitte der nächsten Woche stehen in Bormio und Cortina dann schon die ersten Olympia-Abfahrtstrainings auf dem Programm.
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