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Anna Swenn-Larsson durfte in Levi nicht an den Start gehen. © APA / GEORG HOCHMUTH

Swenn-Larsson frustriert: „Das ist kein Fairplay“

Der Ausschluss der gesamten schwedischen Damen-Mannschaft von den 2 Slalom-Rennen in Levi stieß auf heftige Kritik. Nun hat sich auch Schwedens Top-Athletin Anna Swenn-Larsson dazu geäußert.

„Meistens bin ich happy, motiviert und voller Energie, aber jetzt fühle ich mich total leer“, schrieb Mitfavoritin Swenn-Larsson auf Social Media. Sie musste mit der Mannschaft der Skandinavierinnen in die Isolation, weil ihr Südtiroler Trainer Christian Thoma positiv getestet wurde. „Das ist kein Fairplay“, schrieb sie.


„Das ist natürlich schon heftig“
Felix Neureuther über den Ausschluss der Schwedinnen

Für Unverständnis sorgte, dass auch etliche negative Tests bei den Athletinnen kurz vor dem Rennen nichts am Bann änderten. „Das ist natürlich schon heftig“, kommentierte beispielsweise Felix Neureuther in der ARD. Auch aktive Sportler wie die italienische Weltcup-Gesamtsiegerin Federica Brignone und Frankreichs Topfahrer Alexis Pinturault prangerten die Kollektivstrafe an (SportNews berichtete).

Die Sportler verlangen Antworten vom Weltverband FIS – allerdings war der in Levi nicht für den Ausschluss der Schwedinnen verantwortlich, sondern die finnischen und schwedischen Gesundheitsbehörden. Dass sich solche Szenarien in diesem Winter wiederholen, das ist für Pinturault unvermeidlich und wirft Fragen nach der Chancengleichheit auf. Swenn-Larsson etwa werden die Punkte aus den beiden Slaloms von Levi im Kampf um die Weltcup-Wertung und gute Startnummern fehlen. Die Schwedin landete in der abgelaufenen Saison im Slalom-Weltcup auf Rang 5.
Schweden planen Teilnahme an Rennen in Lech/Zürs
Das schwedische Team kehrte mittlerweile in die Heimat zurück und hält sich im Skigebiet Storklinten auf. Die Personen sind isoliert, dürfen aber beispielsweise spazieren gehen. „In Absprache mit dem medizinischen Team sind wir zu dem Schluss gekommen, dass als nächstes alle Mitglieder der Gruppe einem PCR-Test unterzogen werden, um die Bestätigung zu erhalten, dass sie keine Infektion haben. Dann sehen wir weiter“, wird Alpinchef Tommy Eliasson Winter auf der Verbandswebsite zitiert.

Sind die Tests negativ, steht einer Vorbereitung auf das Vorarlberg-Rennen nichts entgegen. Denn Schweden hat seine eigenen Regeln im Umgang mit der Pandemie, die beim Grenzübertritt jene der Finnen außer Kraft setzen. Das heißt, dass die strikte Quarantäne bei einem Negativtest nicht mehr gilt. „Wir werden in Lech vertreten sein, wir werden das Team am Montag nominieren“, sagte Teamchef Lars Melin.

Schlagwörter: Wintersport

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