L Ski Alpin

Podium mit Hut: (v.l.) Paris, Dreßen, Feuz und Janka © AP / Jeff McIntosh

Thomas Dreßen ist jetzt der beste deutscher Abfahrer der Geschichte

Den 30. November wird Thomas Dreßen sicher nie vergessen: Am 30. November 2018 kam er bei der Abfahrt in Beaver Creek (USA) schwer zu Sturz, riss sich das Kreuzband im Knie und kugelte sich auch noch die Schulter aus. Am 30. November 2019 feierte er mit seinem Sieg in Lake Louise (CAN) ein Comeback wie im Bilderbuch.

Für den Kitzbühel-Sieger 2018 war es der 3. Weltcupsieg seiner Karriere, alle 3 Siege feierte der 26-Jährige aus Mittenwald in der Abfahrt. Damit ist er die Nummer 1: Kein Deutscher hat im Weltcup so viele Abfahrtssiege wie Thomas Dreßen. Überhaupt gab es erst 5 Sportler aus Deutschland, die im Weltcup in der Königsdisziplin des alpinen Skisports mindestens ein Rennen gewinnen konnten.


Alle bisherigen Abfahrtssieger aus Deutschland:

3 Siege:
Thomas Dreßen (Lake Louise 2019, Kvitfjell 2018, Kitzbühel 2018)

2 Siege:
Markus Wasmeier (Wengen 1987, Garmisch-Partenkirchen 1992)
Sepp Ferstl senior 2 (Kitzbühel 1979, Kitzbühel 1978)

1 Sieg:
Franz Vogler (Crystal Mountain 1972)
Max Rauffer (Gröden 2004)

Der erfolgreichste Skifahrer aus Deutschland ist Dreßen noch nicht, mit 13 Weltcupsiegen führt diese Liste Felix Neureuther an.

Bei der 1. Abfahrt der neuen Saison in Lake Louise am Samstag war Dreßen nur 0,02 Sekunden schneller als der Ultner Dominik Paris, es war damit der knappste Sieg des Deutschen und erstmals schnappte er nicht Beat Feuz den Sieg vor der Nase weg: Bei seinem Sieg in Kitz war Dreßen 0,2 Sekunden schneller als Feuz, bei seinem Sieg in Kvitfjell war Dreßen 0,08 Sekunden schneller als der Schweizer.

Thomas Dreßen auf dem Weg zu Sieg Nummer 3 © AP / Frank Gunn


„Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Das ist einfach nur geil“, sagte der Deutsche mit von seiner Erkältung noch ganz kratzigen Stimme am Samstag in Kanada. „Das hätte ich mir nie gedacht.“

Auf den Tag genau ein Jahr nach seinem Sturz in Beaver Creek war Dreßen wieder zurück: „Wenn ich mir das überlege: Vor einem Jahr hänge ich im Netz drin und habe Weh wie die Sau. Schmerzfrei bin ich jetzt auch nicht, aber ich kann zumindest fahren. Aber, dass es so aufgeht: Wahnsinn“, kommentierte Dreßen den Erfolg.

„Natürlich hätte ich gerne gewonnen“, meinte Dominik Paris nach dem Abfahrtsauftakt in Lake Louise, „doch als ich Dreßen am Followay fahren sah, war mit klar, dass er richtig schnell ist. Trotzdem, Platz 2 ist ein super Start in die neue Saison“.

Dominik Paris freute sich über Platz 2 © AP / Jeff McIntosh

Im Super-G am Sonntag (20.15 Uhr MEZ) will Dominik Paris seine beeindruckende Serie in den Speedrennen fortsetzen: Im Jahr 2019 stand der 30-Jährige immer am Podest, feierte 5 Siege. Einzig in Wengen wurde er „nur“ 11. Detail am Rande: Im Vorjahr patzte Paris beim Super-G in Lake Louise mit Rang 21.

Super-G Weltmeister Dominik Paris geht, wie in der Abfahrt, mit Startnummer 7 auf die Strecke, Peter Fill (Kastelruth) hat die Nummer 26. Der Gaiser Christof Innerhofer kehrt erst nächste Woche in Beaver Creek auf die Rennstrecke zurück.



Autor: dpa/zor

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