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Atle Lie McGrath startet mit schwierigen Voraussetzungen in die Olympischen Spiele. © Social Media

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Atle Lie McGrath startet mit schwierigen Voraussetzungen in die Olympischen Spiele. © Social Media

Tränen vor Olympia: „Ich werde alles für ihn geben“

Viele Athletinnen und Athleten erlebten in den letzten Tagen bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina unvergessliche Momente. Bei einem norwegischen Ski-Star kam hingegen keine Freude auf: Wegen eines Todesfalls vergoss er vor seinem ersten Rennen Tränen.

Nach der klassischen Abfahrt auf der legendären Stelvio geht am Montag in Bormio die neu ins olympische Programm aufgenommene Team-Kombination über die Bühne. Nicht nur die Südtiroler peilen dabei eine Medaille an, sondern auch das norwegische Team um Adrian Smiseth Sejersted und Atle Lie McGrath. Für das Slalom-Ass wird das Rennen aus einem traurigen Grund besonders.


Wie der Norweger in den sozialen Medien mitteilte, ist nämlich sein Großvater am Freitag gestorben. „Ich habe einige der schwierigsten Tage meines Lebens hinter mir“, sagte McGrath am Sonntag auf einer Pressekonferenz unter Tränen. Ich vermisse meinen Opa so sehr. Er hat mich hierhergebracht und er ist auch der Grund, warum ich morgen fahre. Er hätte es so gewollt. Ich werde für ihn, für Norwegen und für Adrian (Sejersted, Anm. d. Red.) alles geben.“

McGrath gedenkt seinem Opa

Auf Instagram erklärte der 25-Jährige, welch große Lücke dessen Großvater in seinem Leben hinterlässt. „Es tut unglaublich weh, diese Worte zu schreiben. Am Freitag bist du während der Eröffnungsfeier eingeschlafen. Ich fühle mich so glücklich, dass ich den besten Opa hatte und so viel Zeit meines Lebens mit dir verbringen durfte.“

Atle Lie McGrath trauert um seinen Großvater. © Social Media

Atle Lie McGrath trauert um seinen Großvater. © Social Media


McGrath erzählte auch eine Anekdote aus seiner Kindheit. „Jedes Mal, wenn wir im Wald unterwegs waren, hast du mich durch Büsche gezogen, um eine „Abkürzung“ zu nehmen, von der du gehört hattest. Am Ende waren wir stets länger unterwegs als geplant. Lange verstand ich nicht, warum wir diese Umwege machten – bis ich älter wurde. Du hast mir gezeigt, dass die Freude nicht am Ziel liegt, sondern auf dem Weg dorthin.“

McGrath wisse nicht, wie er die Olympischen Spiele ohne seine Anwesenheit bewältigen solle. „Es fühlt sich unwirklich an. Das Einzige, was mich bei Laune hält, ist, dass du immer wolltest, dass ich meine Träume verfolge“, schreibt er abschließend. Einer dieser Träume ist eine Olympia-Medaille. In seiner jungen Karriere blieb ihm das noch verwehrt.

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