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Die nächsten Rennen stehen vor der Tür, doch daran will in Crans-Montana gerade niemand denken. © Instagram

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Die nächsten Rennen stehen vor der Tür, doch daran will in Crans-Montana gerade niemand denken. © Instagram

Tragödie in Crans-Montana: Auch der Ski-Sport trauert

Wo bald Weltcup- und WM-Rennen stattfinden sollen, herrscht tiefe Trauer: Die Brandkatastrophe von Crans-Montana bewegt Athleten, Verbände und Fans weltweit. Es ist eine Suche nach dem richtigen Umgang mit dem Geschehen.

Crans-Montana, der mondäne Skiort im Schweizer Wallis, hat das Jahr 2026 in tiefster Bestürzung begonnen. In der Silvesternacht forderte ein verheerender Brand im Nachtlokal Le Constellation rund 40 Todesopfer und mehr als 100 Schwerverletzte.


Die Worte „feiern“ und „sportliches Großevent“ sind in diesen Stunden in Crans-Montana nicht in Einklang zu bringen. Der Ort, der in wenigen Wochen wieder Gastgeber des Ski-Weltcups sein wird, steht unter Schock. Am letzten Januar-Wochenende steigen hier zwei Speed-Bewerbe der Frauen und eine Abfahrt der Männer – ein Höhepunkt im Kalender und zugleich ein wichtiger Formtest für die Ski-Stars vor den Olympia-Rennen in Cortina und Bormio.

WM-Organisatoren sind bestürzt

Doch so weit mag in diesem Moment niemand denken, auch nicht an die nächste Ski-WM, die im kommenden Jahr ausgerechnet in Crans-Montana am Programm steht. Vielmehr löste die Nachricht von der Katastrophe weltweit Bestürzung aus.

An den Absperrungen des Unglücksorts in Crans-Montana wurden Blumen niedergelegt. © APA/afp / MAXIME SCHMID

An den Absperrungen des Unglücksorts in Crans-Montana wurden Blumen niedergelegt. © APA/afp / MAXIME SCHMID


Die Organisatoren des Weltcups und der WM in Crans-Montana haben über mehrere Social-Media-Plattformen ihr tiefstes Mitgefühl mit den Opfern und ihren Familien zum Ausdruck gebracht. In einem veröffentlichten Statement heißt es weiter: „Ebenso möchten wir allen vor Ort eingesetzten Kräften unseren Respekt aussprechen und ihnen danken, die mit Professionalität, Engagement und Menschlichkeit im Einsatz waren.“

FIS bekundet Mitgefühl

Der internationale Skiverband (FIS) schloss sich den Solidaritätsbekundungen mit folgendem Statement auf seinem Online-Auftritt an: „Unsere Herzen sind bei unseren Freunden in Crans-Montana und vor allem bei den Familien der Opfer.“ Auch mehrere Weltcup-Stars nutzten soziale Medien, um ihr Mitgefühl auszudrücken. Sie sprachen von „furchtbaren Nachrichten“ und hielten ihre „Gedanken bei den Opfern und Familien“.

Der mondäne Wintersportort im Wallis, der jährlich Tausende internationale Besucher anzieht und seit Jahrzehnten fester Bestandteil der alpinen Rennzirkus ist, steht nun vor einer schwierigen Herausforderung. Während die Gemeinde trauert, bereiten sich Athleten, Organisatoren, Verbände und Fans auf neue Highlights vor, die von sportlichen Glanzleistungen, aber auch von Respekt und Gedenken geprägt sein werden.

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