L Ski Alpin

Mikaela Shiffrin hat sich den Sieg in Flachau gekrallt. © APA/afp / JOE KLAMAR

Triumph und Jubiläum: Shiffrin ist endgültig wieder die Alte

Jetzt ist Mikaela Shiffrin auch in ihrer Spezial-Disziplin zurück: Die US-Amerikanerin hat sich am Dienstagabend in Flachau ihren ersten Slalom-Sieg seit über einem Jahr gekrallt.

Im Riesentorlauf hat Mikaela Shiffrin nach ihrer Weltcuppause wegen des Todes ihres Vaters schon einen Sieg errungen, nun ist das US-Girl auch im Slalom auf die Siegerstraße zurückgekehrt: Im spektakulären Nacht-Rennen von Flachau setzte sich die 25-Jährige in einem sehr engen Finale gegen die Österreicherin Katharina Liensberger (+0,19 Sekunden) und Wendy Holdener (+0,43 Sekunden) durch. Petra Vlhova, die die Slalom-Wertung anführt, musste sich mit Rang 4 begnügen.


Für Mikaela Shiffrin war es ein besonderer Sieg: Erstmals seit 29. Dezember 2019 durfte das Ski-Wunderkind bei einem Slalom wieder auf das höchste Treppchen steigen. Es war dies nicht nur ihr 68. Weltcupsieg, sondern auch gleichzeitig der 100. Podestplatz ihrer Karriere. Zudem darf sich Shiffrin über das höchste Preisgeld freuen, das im Damen-Weltcup für einen Triumph ausbezahlt wird: Knapp 63.000 Schweizer Franken brutto (umgerechnet rund 58.000 Euro) bekommt die Siegerin des Flachau-Slaloms auf ihrem Konto gutgeschrieben – so viel wie bei keinem anderen Rennen.

Mikaela Shiffrin fuhr im zweiten Durchgang wie auf Schienen. © APA/afp / JOE KLAMAR


Das Finale im Salzburger Land war hochspannend. Shiffrin führte bereits nach dem ersten Durchgang das Feld an. Als dann aber Katharina Liensberger (zur Halbzeit noch auf Rang 4) bei ihrem zweiten Lauf eine Fabel-Fahrt in den Schnee zauberte, träumte so mancher österreichische Ski-Fan schon vom so langersehnten Slalom-Triumph für die rot-weiß-rote Skination – auch, weil sich in der Folge sowohl Petra Vlhova als auch Wendy Holdener die Zähne an der Liensberger-Zeit ausbissen. Nicht aber Shiffrin: Die US-Amerikanerin fuhr wie auf Schiene, leistete sich keinen einzigen Fehler und kam schließlich mit einem Vorsprung von 0,19 Sekunden vor der Österreicherin ins Ziel. Somit ist für die beste aktive Skifahrerin der Welt eine lange Durststrecke zu Ende gegangen.
Enttäuschende Azzurre
Für Italien wurde indes wieder einmal klar, dass man im Slalom weit von der Weltspitze entfernt ist. Die 35-jährige Irene Curtoni lag zur Halbzeit zwar auf dem aussichtsreichen 6. Platz, schied in der Entscheidung aber aus. Dahinter folgt lange Zeit nichts. Anita Gulli wies mit Rang 28 das beste Ergebnis der Azzurre auf. Südtirolerin war keine am Start.


Autor: det

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