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Verena Gasslitter spricht offen über ihre momentane Situation. © Pentaphoto

Verena Gasslitter klebt das Pech an den Fersen

Obwohl sie erst 24 Jahre alt ist, kann Verena Gasslitter ihre Verletzungen nicht an einer Hand abzählen. Nach einem Eingriff Ende Februar ist die Kastelrutherin nun erneut mit Schwierigkeiten konfrontiert.

Im letzten Dezember schien der Knoten geplatzt. Verena Gasslitter raste in Val d’Isere nach fünf Operationen im Super-G auf Rang 28 – und holte damit erstmals in dieser Disziplin Weltcuppunkte. Ein Meilenstein? Vielleicht nicht, aber zumindest ein Ergebnis, das all ihre Strapazen bezahlt machte und ihre Karriere neu lancierte. Was der Öffentlichkeit verborgen blieb: Gasslitter kämpfte mit teils großen Schmerzen, die eine Folge ihrer früheren Verletzungen waren.


Die Südtirolerin biss auf die Zähne und fuhr weiter, ehe ein Sturz bei der Europacup-Abfahrt in Crans Montana sie endgültig zum Handeln zwang. „Danach ist es noch einmal schlimmer geworden“, erinnert sich Gasslitter zurück: „Ich dachte, 'jetzt muss ich etwas unternehmen.' Auch weil ich einsehen musste, dass es einfach nicht besser wird.“ Ende Februar wurde der 24-Jährigen in Innsbruck dann ein Stück des Wadenbeins entfernt und damit immerhin ein „Problem“ gelöst.

Immer wieder Schmerzen
„Das ist gut geheilt“, freut sich Gasslitter und fügt hinzu, dass dieser Eingriff dringend nötig gewesen sei. Schmerzfrei ist sie nun trotzdem nicht. „Danach begann ein wenig, das Knie zu zwicken. Als ich erstmals in dieser Saison Skigefahren bin, ist es noch schlimmer geworden“, berichtet Gasslitter. Den genauen Grund dafür kenne sie nicht, vermutet aber, dass diese Schmerzen mit dem Schien- und Wadenbeinbruch, den sie sich 2017 in Argentinien zuzog, zusammenhängen. Sogar das Laufen würde ihr zu diesem Zeitpunkt schwer fallen.

Verena Gasslitter in Val d'Isere. © Pentaphoto


Dass sie ihren Sport nicht in vollen Zügen genießen kann, beschäftigt Gasslitter. „Die Motivation wäre nach wie vor da, wenn die Schmerzen aufhören würden. Ich habe einfach immer weh“, klagt die Partnerin von Skicrosser Yanick Gunsch. Dass sie ab dieser Saison nicht mehr in der Nationalmannschaft vertreten ist („es ist schade, aber nicht überraschend, weil ich einfach nie fit gewesen bin“) erschwert ihre Situation zusätzlich. Immerhin kann sie mit der Sportgruppe trainieren.
Was geht noch?
Gasslitters Worte lassen erahnen, dass sich der Tank langsam zu Ende neigt. Wer sich aber gegen solch große Widerstände durchgesetzt und sich stets zurückgekämpft hat – den sollte man nie abschreiben.

Schlagwörter: Wintersport

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