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Ski-Profi hat genug vom Ski-Zirkus. © AFP / PHILIPPE DESMAZES

„Verrückter Sport“: Ein weiterer Rücktritt im Ski-Zirkus

Im alpinen Ski-Sport sind nach dem Olympia-Winter zahlreiche Karrieren zu Ende gegangen. Nun hat sich ein weiterer Profi emotional von der großen Bühne verabschiedet.

„Auch wenn ich nicht all meine Träume verwirklichen konnte, verlasse ich die Welt der Geschwindigkeit erhobenen Hauptes und mit vielen Erinnerungen“: Mit diesen emotionalen Worten verkündete der französische Speed-Spezialist Nicolas Raffort seinen Abschied von der Ski-Bühne.


Der 30-Jährige hat nach 62 Weltcuprennen – darunter einem 9. Rang in der Abfahrt von Kvitfjell im März 2020 – genug vom Skisport. Raffort, der für viele Jahre der Freund von Italiens Ski-Star Federica Brignone war, blickt in seinem langen Posting auf die Karriere zurück. „Ich hatte das Glück, von meiner Leidenschaft leben zu können, diesen verrückten Sport ausüben zu können, um die Welt zu reisen, die schönsten Pisten zu befahren und unvergessliche Momente mit meiner zweiten Familie zu teilen.“

Ziel nicht erreicht
Im Interview mit LeDauphine begründete Raffort die Entscheidung fürs Karriereende. „Ich hatte zu Beginn der vergangenen Saison mit David Chastan (dem Chef der Blues, Anm. d. Red.) einen Deal ausgehandelt. Ich musste in die Top 30 der Welt kommen. Das hat nicht geklappt“, so der 30-Jährige, der heuer keinen Platz mehr in den Kadern gefunden hat. „Wenn ich noch ein Jahr die Chance bekommen hätte, hätte ich weitergemacht.“

Raffort will dem Ski-Sport erhalten bleiben, in welcher Form ist aber noch unklar. „Ich werde euch auf dem Laufenden halten“, schrieb er in seinem Posting.

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