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Johannes Strolz legte einen Husarenritt hin. © APA/afp / JEFF PACHOUD

Vinatzer braucht bei Strolz-Show ein Wunder

Alex Vinatzer musste am Mittwoch bei den Olympischen Spielen in Peking im Slalom all seine Medaillenchancen schon nach dem ersten Durchgang begraben – zumindest fast alle. Derweil könnte sich ein Österreicher zum Doppel-Olympiasieger krönen.

Die andauernde Slalom-Saison gehört zu den verrücktesten der jüngeren Vergangenheit: Favoritenstürze, rasante Aufholjagden und sechs unterschiedliche Sieger in ebenso vielen Rennen machten sie so besonders. Der Kreis jener Athleten, die um eine Medaille mitkämpften, war am Mittwoch deshalb enorm groß. Und so schenkten sich die Slalom-Asse im ersten Durchgang nichts – acht Athleten liegen zur Halbzeit innerhalb von 45 Hundertstelsekunden. Über die beste Ausgangslage verfügt Kombi-Sieger Johannes Strolz. Alex Vinatzer muss unterdessen auf ein Wunder hoffen, soll der Medaillentraum in Erfüllung gehen.


Die Slalom-Asse wurden am Mittwoch von Kaiserwetter gesegnet. Auch die Schneebedingungen waren so gut wie perfekt. Die Kombination daraus führte zu einem ansehnlichen, spannenden ersten Durchgang, in dem zunächst die Norweger den Ton angaben. Henrik Kristoffersen und Weltmeister Sebastian Foss-Solevåg fanden auf dem flachen und technisch wenig anspruchsvollen Hang die perfekte Linie, fuhren jeweils einen sauberen, fehlerfreien Lauf und werden zur Halbzeit nur von 4 Hundertstelsekunden getrennt.

Strolz überrascht alle
Die Bestzeit stellte jedoch Strolz auf, der mit der Nummer 19 über sich hinauswuchs und Kristoffersen noch abfing. Hinter dem Norwegen-Duo können mit Loic Meillard, Linus Strasser, Clement Noel, Michael Matt und Tommaso Sala fünf weitere Athleten von einer Medaille träumen.

Alex Vinatzer will das Unmögliche möglich machen. © APA/afp / FRANCOIS-XAVIER MARIT



Und Alex Vinatzer? Der 22-Jährige überzeugte einmal mehr mit einem extrem schnellen Schwung, war nach großen Fehlern aber sowohl im obersten als auch im untersten Abschnitt dem Ausfall nahe. Nur mit höchster Bravour rettete er sich ins Ziel. Der Rückstand beträgt bereits 1,47 Sekunden. Sollte dem Wolkensteiner, der auf Rang 17 liegt, im zweiten Durchgang ein Traumlauf gelingen, ist Edelmetall aber durchaus noch möglich. Zumal es unglaubliche Aufholjagden in der laufenden Saison schon zur Genüge gab. Der zweite Durchgang beginnt um 6.45 Uhr (MEZ).

Das Ergebnis:

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