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Alex Vinatzer ging aufs Ganze. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

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Alex Vinatzer ging aufs Ganze. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

Vinatzer: „Kann mir diesmal nicht viel vorwerfen“

„Ich hab’s versucht. Volle Attacke war meine einzige Option“, sagte Alex Vinatzer nach seinem Ausfall im Olympia-Riesentorlauf im zweiten Durchgang. „Für eine Medaille hätte es einen Super-Lauf gebraucht. Und selbst dann – ich weiß nicht, ob es gereicht hätte.“

Die Enttäuschung hielt sich diesmal bei Vinatzer in Grenzen. „Ich habe alles gegeben. So wie sich das Rennen entwickelt hatte, musste ich im zweiten Durchgang alles riskieren. Ich kann mir also nicht viel vorwerfen“, meinte der 26-jährige Grödner, der bei Halbzeit auf Rang elf lag – mit einem Rückstand von 0,82 Sekunden auf Platz drei. Vinatzer erwischte im zweiten Durchgang einen bärenstarken Start, erzielte oben die zweitschnellste Zeit, rutschte dann allerdings am Innenski weg und musste seinen Medaillentraum im Riesentorlauf begraben.


„Oben bin ich gut gefahren“, meinte Vinatzer. „Ich hatte dann aber ein wenig Schnee auf der Brille, war zu direkt unterwegs. Dann ist es passiert.“ Lucas Pinheiro Braathen, Marco Odermatt und Loic Meillard seien jedenfalls „hochverdiente Medaillengewinner“, betonte Vinatzer. „Sie waren den ganzen Weltcup-Winter über immer vorne, sie haben sich das verdient.“

VInatzer hat noch eine Medaillenchance. © ANSA / GUILLAUME HORCAJUELO

VInatzer hat noch eine Medaillenchance. © ANSA / GUILLAUME HORCAJUELO


Noch ist Olympia für Vinatzer nicht vorbei. Am Montag steigt in Bormio der Slalom. „Dort greifen wir wieder an“, sagte der Wolkensteiner. Sein Trainer Mauro Pini wird den ersten Lauf stecken. „Das freut mich natürlich, dass Mauro der Kurssetzer ist. Diesen Vorteil gilt es zu nutzen“, betonte Vinatzer. „In einem Olympia-Slalom kann viel passieren. Mal schauen, wie die Piste sein wird. Man hat gesehen, dass eine niedrige Startnummer hier ein sehr großer Vorteil ist.“

Vinatzer blickt nach vorne

Das Team-Kombi-Drama hat Vinatzer abgehakt. „Im Skifahren muss man vergessen können. Es waren bislang Spiele mit Höhen und Tiefen für mich. Wir alle kämpfen um jedes Hundertstel. Ich gebe sicher nicht auf. Wir haben hart trainiert. Ich werde am Montag alles in die Waagschale werfen, auch riskieren, denn es zählen nur die Medaillen.“

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