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Ein Talent sucht nach dem Weg aus der Krise: Alex Vinatzer, 21 Jahre aus Wolkenstein. © Pentaphoto

Vinatzer über Negativserie: „Eine Blockade im Kopf“

Alex Vinatzer gilt als eines der größten Slalomtalente im Weltcup-Zirkus, doch zurzeit steckt der Wolkensteiner in einer tiefen Krise. Die Bilanz der letzten Wochen ist verheerend.

Sieben Slaloms haben in der laufenden Weltcupsaison bisher stattgefunden. Die ersten beiden sind für Alex Vinatzer herausragend gut verlaufen. Die folgenden fünf Wettkämpfe aber wurden für den Südtiroler zur Horrorshow: drei Ausfälle im 1. Lauf, einer im 2. Durchgang und als negativer Höhepunkt, die Nicht-Qualifikation für das Finale in Schladming am Dienstag. Kurzum: Seit dem 22. Dezember hat Vinatzer keinen Weltcuppunkt mehr geholt.


Dabei gilt Vinatzer als die größte Hoffnung einer Slalom-Nation, die seit Jahren den eigenen Ansprüchen hinterher hinkt. Die Routiniers wie Stefano Gross oder der Olympiasieger von 2010, Giuliano Razzoli, sind Schatten ihrer selbst und der „Nachwuchs“ um Tommaso Sala und Federico Liberatore (beide sind 25 Jahre alt) gibt zurzeit wenig bis gar nichts her. Simon Maurberger hat immer wieder Lichtblicke, doch auch Rückschläge zu verzeichnen. Der Durchbruch ist dem Ahrntaler – auch bedingt durch Verletzungen – noch nicht gelungen. Zuletzt war Manfred Mölgg im Slalom der weitaus stärkste Azzurro. Und das mit 38 Jahren und in seiner Comeback-Saison nach Kreuzbandriss.

Vinatzer hat das Problem ausgemacht
Kein Wunder also, dass die Hoffnungen auf eine bessere Zukunft komplett auf den Schultern von Vinatzer lasten – Druck inklusive. Zu Beginn der Saison war der 21-Jährige in der Spur. Innerhalb von 24 Stunden wurde er Vierter in Alta Badia und Dritter in Madonna di Campiglio. Doch seitdem läuft es nicht mehr.

In Madonna di Campiglio stand Alex Vinatzer als Dritter auf dem Podium. Das war kurz vor Weihnachten. © APA/afp / ANDREAS SOLARO

Vinatzer selbst glaubt, dass sein größtes Problem zwischen den Ohren liegt. „Es ist eine Blockade im Kopf. Obwohl ich eigentlich geglaubt habe, dass ich diese Sache gelöst habe“, sagte der Grödner in Schladming, nachdem er sich mit über drei Sekunden Rückstand nicht für den 2. Durchgang qualifiziert hatte. Vinatzer hofft, dass der Knoten bald wieder platzt: „Ich brauche ein starkes Rennen, oder ein paar gute Trainingstage. Ich denke, dann kommt das gute Gefühl zurück. In der Zwischenzeit muss ich analysieren und Geduld aufwenden.“ Die nächsten Chancen hat Vinatzer in Chamonix, wo am Wochenende zwei Slaloms auf dem Programm stehen.
Slalom-Weltcup in Chamonix: Die Rennen im SportNews-Liveticker
Samstag, 30. Jänner
1. Lauf: 9.30 Uhr
2. Lauf: 12.30 Uhr

Sonntag, 31. Jänner
1. Lauf: 9.30 Uhr
2. Lauf: 12.30 Uhr

Für Italien nominiert: Manfred Mölgg, Tobias Kastlunger, Alex Vinatzer, Tommaso Sala, Simon Maurberger, Riccardo Tonetti, Stefano Gross und Giuliano Razzoli.

Autor: cst

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