L Ski Alpin

Petra Vlhova krallte sich den ersten Slalom der Saison, Mikaela Shiffrin (links) und Katharina Liensberger (rechts) landeten auf den Rängen 2 und 3. © APA/afp / JUSSI NUKARI

Vlhova wie ein Uhrwerk: Sieg vor Shiffrin

Die neue Slalom-Saison bei den Damen beginnt so, wie die alte aufgehört hat: Mit einem Sieg von Petra Vlhova.

In den letzten 3 Slaloms der vergangenen Saison hieß die Siegerin stets Petra Vlhova. Und auch in der neuen Saison steht die Slowakin ganz oben: In einem hochspannenden Rennen in Levi hatte die 25-Jährige das bessere Ende für sich und setzte sich mit 18 Hundertstelsekunden Vorsprung vor Rückkehrerin Mikaela Shiffrin durch. Beeindruckend, wie die physisch extrem starke Slowakin ihre Halbzeitführung mit einem aggressiven und risikofreudigen zweiten Lauf verteidigte und im Duell mit Shiffrin so auf 1:0 stellte.

Mikaela Shiffrin landete auf Rang 2. © APA/afp / JUSSI NUKARI


Für die US-Amerikanerin reichte es dieses Mal zwar nicht zum Sieg, trotzdem ist ihre Rückkehr auf die Ski-Bühne allemal gelungen. Für Shiffrin war es nämlich das erste Rennen seit 300 Tagen. 300 Tage, in denen ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt wurde, immerhin erlitt sie durch den plötzlichen Tod ihres Vaters einen schrecklichen Schicksalsschlag, nach dem sie kurzzeitig sogar ans Karriereende dachte. Nun ist „Mika“ aber wieder zurück – auch, wenn die Souveränität alter Tage noch nicht ganz da ist. Angesichts der langen Pause ist das aber auch verständlich.

Platz 3 ging an die Österreicherin Katharina Liensberger, die den beiden Slalom-Gigantinnen mit einem Rückstand von 0,57 Sekunden als einzige annähernd das Wasser reichen konnte. Die Vierte Wendy Holdener hatte schon knapp anderthalb Sekunden Rückstand auf Siegerin Vlhova.
Gleich 4 Azzurre punkten
Südtirolerin war in Levi keine dabei, dafür qualifizierten sich 5 Azzurre für den zweiten Durchgang. Schlussendlich heimste Routinierin Irene Curtoni mit Platz 11 das beste Ergebnis ein, nachdem sie nach der ersten Runde noch auf Rang 6 gelegen war.

Hervorzuheben ist die Leistung von Marta Bassino. Die Riesentorlauf-Spezialistin holt am Samstag zum ersten Mal Slalom-Punkte und landete am Ende auf Rang 18. Zur Halbzeit war ihr sogar Platz 9 zu Buche gestanden. Die Trentinerin Martin Peterlini (20.) und Marta Rossetti (29.) sammelten ebenfalls Weltcup-Zähler, während Federica Brignone nach einem guten 14. Platz zur Halbzeit in der Entscheidung ausgeschieden ist.

Bereits am Sonntag steht in Levi der nächste Damen-Slalom auf dem Programm. Der erste Lauf beginnt um 10.15 Uhr.


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Autor: det

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