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Blaise Giezendanner sorgte für eine faustdicke Überraschung. © ANSA / CHRISTIAN BRUNA

Mit 43 auf 3: Franzose sorgt für Kitzbühel-Märchen

„Ich bin sprachlos“, waren die ersten Worte von Blaise Giezendanner nach seinem Auftritt in Kitzbühel. Der Franzose hat am Freitag die Ski-Welt überrascht.

Die Streif-Abfahrt in Kitzbühel ist das berühmteste Ski-Rennen der Welt. Auch, weil es am Hahnenkamm immer wieder besondere Geschichten gibt. Eine davon schrieb am Freitag der Franzose Blaise Giezendanner: Er schaffte das Kunststück, mit der extrem hohen Startnummer 43 noch auf das Podest zu rasen.


Giezendanner war in seinen 97 bisherigen Rennen noch nie besser als Achter gewesen. Dann aber kam der 21. Jänner 2022: Mit Nummer 43 schwang sich der 30-Jährige aus dem Starthaus in Kitzbühel, das wegen des heftigen Windes an die Mausefalle heruntergesetzt worden war. Zu diesem Zeitpunkt hat der Österreicher Matthias Mayer schon erste Interviews gegeben, immerhin lag er auf Platz 3 und sollte so sein 10. Kitzbühel-Podest einheimsen. Denn dass hier noch ein Läufer reinfährt? Daran wollte und konnte niemand mehr so recht glauben.


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Zunächst auch nicht bei Blaise Giezendanner, der in den ersten Zwischenzeiten schon einen großen Rückstand aufriss. Nach dem ersten Stopp hatte er nur die 48. Zeit zu Buche stehen. Dann aber kam der Franzose immer besser in Schuss, nutzte die guten Lichtverhältnisse aus und erwischte den Steilhang perfekt. Der Rückstand wurde geringer und geringer und als der Skifahrer aus Chamonix die Ziellinie passierte, leuchtete die „3“ auf. Der erste Podestplatz von Giezendanner war perfekt – und hätte verrückter nicht sein können.

Zwei Märchen an einem Tag
„Ich bin sprachlos“, sagte er später im ORF-Interview. „Ich muss mir das noch einmal anschauen. Das ist Kitzbühel, das ist die größte Abfahrt der Welt, ich habe keine Worte. Das ist wunderbar.“

Johan Clarey: 41 Jahre und noch kein bisschen müde. © APA / EXPA/JOHANN GRODER


Somit haben die Franzosen gleich zwei besondere Geschichten geschrieben. Denn auf Platz 2 landete mit Johan Clarey ein waschechter Routinier: 41 Jahre ist der Speed-Spezialist alt, trotzdem fährt er im spektakulärsten Rennen der Welt aufs Stockerl. Damit hat Clarey seinen eigenen Rekord ausgebaut: In diesem Alter war es bisher noch keinem Skifahrer gelungen, auf ein Weltcuppodest zu rasen. Der Sieg ging dagegen an Aleksander Aamodt Kilde.

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