
Ex-Slalom-Star Paolo De Chiesa überlebte nur durch ein Wunder. © Instagram
Von Freundin angeschossen: Das Drama des Ski-Helden
Ein ehemaliger Slalom-Star der italienischen Valanga Azzurra hat einen schockierenden Vorfall öffentlich gemacht, der während seiner Karriere passiert ist.
19. Januar 2026
Von: det
Er ist eine Ski-Größe in Italien, hat in seiner Slalom-Karriere zwölf Weltcup-Podestplätze eingeheimst und sich später als TV-Kommentator bei RAI einen Namen gemacht. Doch nun erzählte Paolo De Chiesa von einer schlimmen Episode aus seinem Leben. Der 69-Jährige aus dem Piemont ist vor einiger Zeit dem Tod nämlich nur äußerst knapp entronnen: Seine nunmehr Ex-Freundin schoss ihm mit einer Pistole ins Gesicht.
Passiert ist das Ganze Ende der 1970er-Jahre, als De Chiesa in der Blüte seiner Sportlerkarriere war. „Ich war seit vier Jahren mit einer Frau aus Cortina liiert, aber unsere Liebe neigte sich dem Ende zu. Ich kam erst später drauf, dass sie eine Affäre mit einem Motocrosspiloten hatte. Eines Abends waren wir zusammen bei Freunden in der Nähe von Busto Arsizio zu Gast“, so De Chiesa.
Paolo De Chiesa zählte zu den Slalom-Helden der „Valanga Azzurra“. © ukn
„Am Tisch“, führt der Ex-Slalomläufer weiter aus, „saß auch ein Mann, den ich nicht kannte. Plötzlich hat dieser Mann eine Pistole auf den Tisch gelegt. Ich sagte ihm, er soll keine Dummheiten machen und sie weglegen. Dann nahm meine Freundin die Pistole in die Hand und fragte mich: 'Hast du etwa Angst?' Ich glaube, sie hatte getrunken, vielleicht auch geraucht. In dem Moment rief mich die Gastgeberin, ich drehte mich leicht zur Seite – und das hat mein Leben gerettet. Denn genau da schoss mir meine Freundin ins Gesicht.“
„Ich habe wie durch ein Wunder überlebt.“ Paolo De Chiesa
Ein schockierendes Ereignis, das De Chiesa nur mit viel Glück überlebte. „Die Kugel durchschlug die linke Seite meines Halses und blieb in der Wand stecken. Sie war nur 15 Millimeter von der Halsschlagader und 14 Millimeter von der Wirbelsäule entfernt. Ich habe wie durch ein Wunder überlebt“, so der ehemalige Skifahrer.
Rückkehr auf die Piste und aufs Podest
„Dieses Ereignis hat mein Leben verändert“, erklärt De Chiesa. „Ich habe mir über Jahre viele Fragen gestellt. Warum hat der Typ die Pistole mitgebracht? Warum war sie geladen? Warum hat mich meine Freundin angeschossen? Warum hat mir niemand geholfen? Warum hat sich niemand entschuldigt?“ Auf eine Anzeige verzichtete De Chiesa. „Ich wollte ihr das Leben nicht ruinieren, so wie sie es mir ruiniert hat.“Mehr als ein Jahr blieb De Chiesa dem Ski-Zirkus fern, offiziell wegen eines Nervenzusammenbruchs. „Es war schrecklich, der Schmerz, der Schock. Ich konnte kaum mehr sprechen und schlafen, geschweige denn trainieren.“ Trotzdem schaffte es De Chiesa, dieses Trauma zu verarbeiten – und drei Jahre nach dem fürchterlichen Vorfall stieg er wieder aufs Weltcup-Podest. Auch privat wurde der Slalom-Held wieder glücklich und ist heute Vater von zwei Kindern.
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