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Ein Ski-Rücktritt sorgt für Aufsehen. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Vor Saisonstart: Dieser Ski-Rücktritt schlägt hohe Wellen

In zwei Wochen wird die neue Ski-Saison mit den Riesentorläufen in Sölden eröffnet. Kurz vor dem Weltcup-Opening gibt es jedoch einen überraschenden Rücktritt zu vermelden.

Emelie Wikström ist im Ski-Zirkus keine Unbekannte: Die schwedische Slalom-Spezialistin ist 106 Mal im Weltcup an den Start gegangen, wobei sie zwei vierte Plätze als beste Ergebnisse zu Buche stehen hat. Sie nahm an Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften teil und gewann 2012 in Innichen einen Europacup-Slalom. Mit 29 Jahren gehörte Wikström eigentlich noch lange nicht zum alten Eisen. Deshalb hat die Rücktritts-Verkündung der Ski-Dame aus Sävsjö in dieser Woche vor allem im Fahrerinnen-Lager hohe Wellen geschlagen.


„Alles geht irgendwann zu Ende. Ich war mein ganzes Leben nur am Skifahren, ja es war mein Leben“, beginnt die Abschiedsbotschaft von Wikström. „Ich bin wirklich dankbar, dass ich diese Jahre im Ski-Zirkus verbringen durfte und die Möglichkeit hatte, dies als meinen Job zu bezeichnen. Viele von euch sehen die schönen Seiten, aber es steckt viel Arbeit dahinter. Man ist 200 Tage im Jahr unterwegs, Blut, Tränen und Lacher“, so Wikström, die anschließend die Gründe für ihren Rücktritt bekanntgab.

Probleme mit der Einstellung
„In der letzten Zeit hatte ich mit meiner Einstellung zu kämpfen. Ich sagte mir immer: Solange ich es liebe und es mir Spaß macht, werde ich weitermachen. Das ist aber nicht der Fall, das macht mich natürlich traurig. Mein Körper tut mir immer mehr weh und ich habe nicht mehr das Vertrauen, volles Risiko zu gehen. Das nimmt mir den Spaß weg. Deshalb habe ich entschieden, ein neues Kapitel aufzuschlagen“, so die 29-Jährige.

Zum Schluss wünscht sich Wikström folgendes: „Für viele von euch bin ich die 'Skifahrerin Emelie' gewesen. Ich hoffe aber, dass ihr mich mehr als nur so in Erinnerung behaltet. Ich bin Emelie, mit oder ohne Skiern an meinen Füßen.“ Dass Wikström bei ihren Mitstreiterinnen einen guten Ruf genoss, zeigen die zahlreichen, teilweise auch ungläubigen Reaktionen. „Oh wow. Das ist traurig zu hören. Ich werde dich vermissen“, schrieb etwa Wendy Holdener. Ein Rücktritt also, der für Aufsehen sorgt. Das dürfte Wikström aber egal sein, denn sie startet nun in ihr zweites Leben.

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