S+
Laura Pirovano hat ihr Ski-Märchen fortgesetzt. © APA/afp / ANDREAS SOLARO

L Ski Alpin

Laura Pirovano hat ihr Ski-Märchen fortgesetzt. © APA/afp / ANDREAS SOLARO

Wahnsinn! Pirovano greift plötzlich nach Kristallkugel

Laura Pirovano hat ihr Ski-Märchen am Samstag fortgesetzt – und greift nun plötzlich nach der kleinen Kristallkugel in der Abfahrt.

Welcher Regisseur denkt sich ein solches Drehbuch aus? Noch am Freitag feierte Laura Pirovano bei ihrem 125. Start im Weltcup ihren allerersten Sieg, nur einen Tag später schnürt die Trentinerin den Doppelpack – und zwar zum wiederholten Male mit einem Vorsprung von 0,01 Sekunden. Bei Kaiserwetter und herrlichen Verhältnissen beim Weltcup im Val di Fassa schwebte die 28-Jährige regelrecht über die Pisa La Volata am San-Pellegrino-Pass und krönte ihren grazilen sowie flinken Lauf mit der Bestzeit.


Hinter Pirovano landeten die Österreicherin Cornelia Hütter (2./+0,01 Sekunden) und Corinne Suter aus der Schweiz (3./+0,05) auf dem Podium. Olympiasiegerin Breezy Johnson folgte bereits mit einem großen Abstand von 0,64 Sekunden auf dem undankbaren vierten Platz. Die Deutsche Emma Aicher kassierte derweil einen bitteren Dämpfer: Vor dem Rennen galt es als gesetzt, dass die 22-Jährige das Rote Trikot in der Abfahrt von der verletzten Lindsey Vonn übernehmen würde. Am Samstag landete sie jedoch auf einem enttäuschenden zwölften Platz (+1,06) – und musste auch hier Pirovano den Vortritt lassen.

Pirovano mit besten Karten im Kristall-Showdown

Die Italienerin, die sich am Freitag aus dem Nichts im Kampf um die kleine Kristallkugel zurückmeldete, reist nun nämlich als punktbeste Abfahrerin zum Weltcup-Finale in Kvitfjell. Pirovano hält nun bei 436 Punkten, Aicher folgt mit 408 Zählern auf Rang zwei. Am 21. März fällt in Norwegen die Entscheidung in der Disziplinenwertung. Nach Isolde Kostner, Sofia Goggia und Federica Brignone könnte Pirovano die vierte Azzurra werden, welche sich zur besten Abfahrerin der Saison krönt.

Laura Pirovano könnte nun Geschichte schreiben. © APA/afp / ANDREAS SOLARO

Laura Pirovano könnte nun Geschichte schreiben. © APA/afp / ANDREAS SOLARO


„Meine Gedanken sind gerade wirklich verwirrt. Das ist einfach nur unglaublich“, meinte die Siegerin im Interview mit dem ORF und lachte: „Gestern und heute hatte ich mit den Hundertsteln Glück – jetzt dürfte ich mein ganzes Glück aufgebraucht haben.“

Delago-Schwestern landen in den Punkten

Nicol Delago avancierte zur zweitbesten Athletin ihrer Mannschaft (9./+1,03), nur zwei Hundertstel dahinter reihte sich Sofia Goggia ein (11./+1,05). Für Nadia Delago reichte es zum 17. Rang (+1,24). Die 21-jährige Grödnerin Sara Thaler hofft als 25. nach 40 Läuferinnen auf Weltcup-Punkte (+1,63). Bereits am Sonntag geht es für die Speed-Damen weiter, dann steht im Val di Fassa der Super-G auf dem Programm (ab 10.45 Uhr im SportNews-Liveticker).

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben. Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen sie Ihre Profil-Angaben, um Kommentare zu schreiben.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2026 First Avenue GmbH