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Mikaela Shiffrin adelte Emma Aicher. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

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Mikaela Shiffrin adelte Emma Aicher. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Warme Worte: Shiffrin adelt Aicher

Ski-Queen Mikaela Shiffrin ist auf den Weltcup-Thron zurückgekehrt, doch mit Emma Aicher hat sich eine ernsthafte Rivalin für die Zukunft in Position gebracht. Die Saison der deutschen Senkrechtstarterin hat bei der erfolgreichsten Skifahrerin aller Zeiten mächtig Eindruck hinterlassen.

„Wenn ich sie diese Saison gesehen habe, war ich immer inspiriert, wie sie solche Momente angeht“, sagte Shiffrin über Aicher.


Shiffrin meinte damit Aichers lockere Art und ihr Mantra, einfach nur gutes Skifahren zu zeigen. „Das ist eine coole Herangehensweise“, sagte Shiffrin nach dem Gewinn ihres sechsten Gesamtweltcupsieges anerkennend auf ServusTV über ihre Rivalin. „Sie ist eine wirklich coole, junge Frau, eine coole Sportlerin und eine coole Person.“

„Sie ist eine wirklich coole, junge Frau, eine coole Sportlerin und eine coole Person.“ Mikaela Shiffrin

Obwohl es für die Allrounderin, die 13 Rennen mehr als Shiffrin bestritt, zum ganz großen Coup gerade nicht reichte, lieferte die erst 22-Jährige mehr als nur einen Fingerzeig für die Zukunft. Ihr im engen Saisonfinale oft wiederholtes Credo will Aicher auch für die kommende Saison beibehalten, um Shiffrin künftig so zu stressen wie in den vergangenen Tagen in Norwegen. „Jetzt kann ich ja weiterarbeiten, und hoffentlich kann ich sie nächste Saison von Anfang an ein bisschen nerven“, sagte Aicher im ORF. Ob der Gesamtweltcup 2026/27 ihr dezidiertes Ziel sei? „Dazu sage ich jetzt nichts.“

Aicher beeindruckt mit „skandinavischer Ruhe“

Setzt sich die sportliche Entwicklung der in Schweden aufgewachsenen Aicher wie zu erwarten fort, wird Shiffrin auch im Riesentorlauf wieder größere Punkte machen müssen. Vielleicht wird die 110-fache Weltcupsiegerin auch wieder öfter im Super-G zu sehen sein. Dieses Mal reichte es zum sechsten Gesamtweltcup-Sieg, weil die US-Amerikanerin im Slalom überragend agierte und mehr als zwei Drittel ihrer Punkte dort einfuhr. Aicher hingegen verpasste etliche Punkte wegen Hundertstelpech, und auch einige Ausfälle waren dabei.

Emma Aicher beeindruckt mit ihrer ruhigen Art. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Emma Aicher beeindruckt mit ihrer ruhigen Art. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT


„Sie hat sich skitechnisch richtig gut entwickelt“, lobte Andreas Puelacher, der österreichische Cheftrainer der deutschen Ski-Frauen, seinen Schützling. „Jetzt brauchen wir noch ein bisschen mehr Erfahrung auf der Speedseite. Im Super-G sind es zu viele Ausfälle.“ Aicher sei sehr fleißig, lernwillig und mit einer besonderen Begabung ausgestattet, erklärte Puelacher: „Ihr Kopf ist ihre größte Stärke, diese skandinavische Ruhe ist Goldes wert.“

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