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Henrik Kristoffersen (rechts): „Ich würde so gerne schneller als Marcel (links) fahren.“ © AFP / FABRICE COFFRINI

Wegen Hirscher: Kristoffersens Frust ist groß

Henrik Kristoffersen hat im Kitzbühel-Slalom erneut den Sprung aufs Podest verpasst. Am Ende musste er sich mit Rang vier zufrieden geben, wobei er gegen seinen Dauerrivalen Marcel Hirscher wieder einmal das Nachsehen hatte. Der Frust beim Norweger ist groß.

Im zweiten Durchgang des Kitzbühel-Slaloms erwischte Henrik Kristoffersen (nach Durchgang 1 auf Rang 11) einen wahren Traumlauf und kam mit über einer Sekunde Vorsprung auf den bis dato Führenden Felix Neureuther ins Ziel. Der Norweger macht es sich also in der Leaderbox gemütlich – und sah mitan, wie Hirscher nur wenige Sekunden später die eben aufgestellte Bestzeit pulverisierte. Wie groß der Frust bei Kristoffersen ist, zeigte seine Reaktion: Mit dem linken Fuß holte er aus und stieß einen seiner Stöcke durch die Luft.

Zeigte einen starken zweiten Durchgang: Henrik Kristoffersen. © APA / EXPA/JOHANN GRODER


„Entschuldigung, aber das sind meine Emotionen. Ich würde so gern schneller als Marcel fahren. Aber er hat sich den zweiten Platz verdient“, erklärte der 16-malige Weltcupsieger, der im zweiten Durchgang die zweitbeste Laufzeit hingelegt hat – schneller war da nur Hirscher. „Als ich im Ziel war habe ich gedacht, es war ein ganz guter Lauf und das war es auch. Aber ich habe gedacht, ich könnte vor Marcel sein und dann wäre alles möglich“, so Kristoffersen gegenüber laola1 .

Am Ende wurde Hirscher Zweiter, Kristoffersen musste sich mit Rang vier begnügen. Der 24-Jährige scheint zu wissen, warum es zurzeit nicht nach Wunsch läuft, allerdings will er das im ORF-Interview nicht preisgeben. „Es ist nicht so einfach im Moment. Ich weiß ein bisschen, warum es nicht läuft, aber ich kann nicht zu viel im Fernsehen verraten, sonst gibt es wieder zu viel Blabla in den Medien. Das macht mir dann Probleme im mentalen Bereich.“

Heuer fuhr Kristoffersen sechs Mal aufs Podest, ein Sieg gelang ihm seit Kitzbühel 2018 aber keiner mehr.

Den detaillierten Rennbericht gibt es hier.

Autor: det

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