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Karoline Pichler landete als beste Südtirolerin auf dem 14. Rang. © Pentaphoto

Weltcuperfahrene Gritsch siegt im Sarntal – Azzurre weit hinten

Zum Auftakt der Europacup-Rennen im Sarntal gab es am Donnerstag eine österreichische Gala. Bei Kaiserwetter setzte sich die weltcuperfahrene Franziska Gritsch aus Umhausen durch und mit Vanessa Nussbaumer, Emily Schöpf und Lena Wechner nahmen gleich drei weitere ÖSV-Rennläuferinnen die Positionen drei bis fünf ein.

Lange Zeit sah es so aus, als würde die Schweizerin Jasmina Suter den Tagessieg in Reinswald davontragen. Die 26-jährige aus Stoos im Kanton Schwyz hatte die 1800 Meter lange Speed-Strecke mit einem Höhenunterschied von 500 Metern im Sarntal in 1.13,20 Minuten bewältigt. Eine Zeit, an der sich die Konkurrenz reihenweise die Zähne ausbiss. Suter war mit einem siebten Platz aus Garmisch-Partenkirchen in Südtirol angereist, den sie vergangenes Wochenende im Weltcup im Super-G eingefahren hatte. Das machte sie im Vorfeld zu einer Sieganwärterin. Doch mit der Startnummer 31 ging schließlich Franziska Gritsch ins Rennen, die auf der Schöneben-Piste die perfekte Linie erwischte und der Führenden satte 0,62 Sekunden abnahm.


Für die 24-jährige Nordtirolerin, die bereits an zwei Weltmeisterschaften teilgenommen hat und zwei Mal im Weltcup am Podium stand, war es der vierte Europacupsieg. „Im Ziel konnte ich es fast nicht glauben, als der Einser auf der Anzeigentafel stand. Es war heuer keine einfache Saison für mich und deshalb bin ich überwältigt. Ich habe die ganze Saison schon gewusst, dass ich in allen Disziplinen sehr schnell bin. Leider konnte ich es im Rennen aber nie umsetzen. Im Weltcup hatte ich Schwierigkeiten, mich für die Top30 zu qualifizieren. Deshalb tut dieser Sieg hier richtig gut und ist Balsam auf der Seele“, sagte Franziska Gritsch. Zum ersten Mal auf das Stockerl kletterte hingegen ihre Teamkollegin Vanessa Nussbaumer aus Vorarlberg, die als dritte 1,03 Sekunden auf Gritsch einbüßte.

Kein Top-Ten-Platz für die Azzurre
Nicht nach Wunsch lief das Heimrennen für die italienischen Rennläuferinnen, die keine Athletin unter den schnellsten zehn platzieren konnten. Als beste Azzurra landete Carlotta Da Canal auf dem elften Platz, die damit ihr bestes Europacup-Ergebnis feierte. Knapp dahinter landete Karoline Pichler aus Petersberg als beste Südtirolerin auf dem 14. Rang. „Ich habe mich heute sehr schwer getan mit der Umstellung von Weltcup auf Europacup. Die Pisten selbst sind im Weltcup einfach eisiger und der Torabstand ist auch ein wenig anders. Mich ärgert aber auch ein taktischer Fehler bei einer Welle, und dass ich mich nicht besser auf das Rennen eingestellt habe. Die Piste selbst war nach dem Schneefall aber gut. Morgen (am Freitag, Anm. d. Red.) werde ich wieder voll angreifen“, versprach die Eggentalerin, die in ihrer Karriere im Europacup bisher drei Rennen gewinnen konnte.

Neue Führende in der Super-G-Wertung des Europacups ist nach dem ersten von zwei Rennen im Sarntal Jasmina Suter. Die Schweizerin liegt mit 186 Punkten in Front, gefolgt von den beiden Österreicherinnen Christina Ager (165) und Elisabeth Reisinger (160). Sie wird mit Sicherheit alles daransetzen, um das gelbe Leader-Trikot am Freitag im zweiten Europacup Super-G in Reinswald zu verteidigen. Die Startzeit ist neuerlich mit 10 Uhr angesetzt.

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