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Giovanni Franzoni vermied einen Sturz auf spektakuläre Weise. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

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Giovanni Franzoni vermied einen Sturz auf spektakuläre Weise. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Wie einst Bode Miller: Franzoni driftet auf Sicherheitsnetz

Mit seinem fabelhaften Triumph auf der Streif in Kitzbühel schloss Giovanni Franzoni zu den Legenden des Ski Alpin auf. Eine Woche später wandelte er erneut auf den Spuren einer Ikone – indem er einen Sturz spektakulär verhinderte.

Es sind Bilder, die im Ski Alpin zum Allgemeinwissen zählen. Als Bode Miller in der Abfahrt in Kitzbühel im Jahre 2008 in das berüchtigte Karussell raste, trugen die Fliehkräfte der Schlüsselstelle den US-Amerikaner weit nach draußen – und zwar bis ans äußerste Limit. Doch anstatt in die Sicherheitsabsperrung zu krachen, driftete Miller mit seinen Skiern entlang der Bande und setzte seine Fahrt fort. Am Ende des Tages landete nur ein Athlet vor ihm, trotz des verrückten Stunts feierte er Platz zwei hinter Didier Cuche (+0,27 Sekunden). Eine Erinnerung für die Ewigkeit.


Für eine solche sorgte auch Giovanni Franzoni vor einer Woche. Der 24-Jährige vom Gardasee raste in der Abfahrt phänomenal zum Sieg und schnappte sich die Goldene Gams. Nur sieben Tage später drehten sich die Schlagzeilen erneut um den Azzurro. Dieses Mal war er jedoch Protagonist eines unglaublichen Schreckmoments. Im Abfahrtstraining von Crans Montana wurde Franzoni wie einst Miller in einer Rechtskurve weit nach außen getragen. Der Shootingstar bewies aber eine Balance sondergleichen, schlitterte über das Sicherheitsnetz und landete wieder sicher auf der Strecke (siehe Video unten).

Franzoni bleibt nach Schreck ganz cool

In der Endabrechnung landete Franzoni auf dem 33. Rang (+2,11 Sekunden), die Bestzeit sicherte sich sein Teamkollege Mattia Casse. „Ich habe es geschafft, bis zum Schluss einen klaren Kopf zu behalten, obwohl ich durch einen Fehler mit den Skiern auf den Netzen gelandet bin“, reagierte er anschließend nüchtern auf seine Fahrt.

„Letztes Jahr bin ich hier schlecht gefahren, aber ich lerne, die Strecke besser zu verstehen. In den Abschnitten, in denen ich keine Fehler gemacht habe, habe ich mich gut geschlagen, deshalb bin ich zuversichtlich für morgen.“ Am Sonntag findet in der Schweiz die Abfahrt der Herren statt (ab 11.00 Uhr im SportNews-Liveticker).

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