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Tessa Worley befindet sich in bestechender Form. © ANSA / GIAN EHRENZELLER

Worley beendet die Hector-Serie

Tessa Worley hat am Sonntag in Lenzerheide die Riesentorlauf-Dominanz von Sara Hector beendet und das Rennen um die kleine Kugel wieder spannend gemacht. Jubeln durften auch Federica Brignone und Mikaela Shiffrin.

Die besten Ski-Damen der Welt erfreuten sich wie schon am Vortag hervorragender Rahmenbedingungen. Die Sonne schien, es herrschten tief winterliche Temperaturen – und auch Roger Federer fieberte im Zielraum erneut mit. Vor dessen Augen sorgten die Athletinnen für ein wahres Spektakel, das in Tessa Worley seine Hauptdarstellerin fand. Die 32-Jährige siegte und beendete damit die Serie von Sara Hector, die, wenn man die Olympischen Spiele hinzurechnet, die letzten drei Riesentorläufe allesamt für sich entschieden hatte.


Die kraftvolle Schwedin war auf der Silvano-Beltrametti-Piste nicht wie zuletzt eine Klasse für sich. Vor allem im anfänglichen Steilhang streute Hector zahlreiche Unsauberkeiten ein, die sie letzten Endes auf Rang 3 zurückspülten. Worley, zur Halbzeit noch auf Rang drei, bot dagegen eine von oben bis unten blitzsaubere Leistung. Dadurch lancierte sie auch das Rennen um die kleine Riesentorlauf-Kugel neu. Vor den abschließenden zwei Rennen in Åre und Courchevel/Meribel beträgt ihr Rückstand auf Hector 55 Punkte. Mikaela Shiffrin liegt bereits 111 Zähler hinter der Olympiasiegerin.

Verpasste das Podest: Mikaela Shiffrin © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT


Der US-Amerikanerin, die in der Entscheidung einen bedachten, fehlerfreien Lauf zeigte und gute Vierte wurde, blieb zwar wie schon am Vortag der Sieg verwehrt, dennoch hatte sie großen Grund zum Jubeln. Weil nämlich Petra Vlhova im ersten Durchgang ausschied, kommt sie dem Gewinn des Gesamtweltcups immer näher. Die slowakische Konkurrentin liegt nun schon 107 Punkte hinter Shiffrin.
Brignone überragend
Eine Glanzleistung zeigte unterdessen Federica Brignone. Im ersten Durchgang aufgrund einer fehlerbehafteten Fahrt noch eine Sekunde hinter der Spitze, zündete sie in der Entscheidung den Turbo. Mit viel Risiko, Klasse und auch Köpfchen zauberte sie die überlegene Bestzeit in den Schnee, die nur noch von Worley unterboten wurde. Die Freude der Siegerinnen hielt sich allerdings in Grenzen, da die Viertplatzierte des ersten Durchganges, Meta Hrovat, Opfer eines fürchterlichen Sturzes wurde. Eine Knieverletzung muss befürchtet werden.

Riesentorlauf in Lenzerheide:

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