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Beat Feuz gewann in Kitzbühel, war nach dem Rennen aber stinksauer. © APA / HELMUT FOHRINGER

„Zu weit“ und „am Limit“: Krach in Kitzbühel

Die erste Streif-Abfahrt 2021 ist Geschichte. Dass Beat Feuz seinen Premierensieg beim Klassiker feierte und Dominik Paris wieder aufs Podium raste, rückte aufgrund des bösen Sturzes von Urs Kryenbühl aber in den Hintergrund.

Dem Schweizer wurde der gewaltige Zielsprung auf der Streif zum Verhängnis und kam fürchterlich zu Stürz. Später wurden bei ihm schwere Verletzungen von Kopf bis Knie diagnostiziert. Zuvor rutschte der Amerikaner Ryan Cochran-Siegle in der Traverse weg, verletzte sich aber nicht schwerer.


Über den Zielsprung wurde in den letzten Tagen häufiger diskutiert, weshalb der Sturz von Kryenbühl selbstverständlich für Kritik sorgte. Beat Feuz ließ seinem Ärger im ORF-Interview freien Lauf: „Der Sprung geht einfach zu weit. Seit drei Tagen ist der ein Thema, da fliegt man 60 bis 70 Meter weit – das muss nicht sein.“ Dass Feuz seinen ersten Sieg auf der Streif feierte und seine erste goldene Gams entgegen nehmen durfte, ging dabei etwas unter.

Dominik Paris ist wieder da, wo er hingehört. © APA / HELMUT FOHRINGER

Paris zwischen Kritik und Emotionen
Auch Dominik Paris schloss sich Feuz an: „Die Sprünge sind am Limit. Ich denke, dass sie da noch etwas ausbessern werden.“ Der Ultner fügte aber auch hinzu, dass man „in Kitzbühel immer einem Risiko ausgesetzt ist, wenn man ans Limit pusht“, das aber die Streif „umso schöner macht“.

Für Paris war die Freitags-Abfahrt in Kitzbühel dabei ein voller Erfolg. Mit Platz 3 kehrte der Ultner erstmals wieder auf das Podium zurück. „Diesen Tag werde ich nicht vergessen. Ein Jahr nach meiner Verletzung ausgerechnet hier wieder aufs Podium zu fahren, ist schon sehr emotional.“

Christof Innerhofer war nach dem Rennen sehr unzufrieden. © APA / HELMUT FOHRINGER

Innerhofer hadert
Nicht zufrieden ist Christof Innerhofer. Mit Platz 22 und über drei Sekunden Rückstand auf den Gewinner Beat Feuz blieb Innerhofer, obwohl sein Start in Kitzbühel lange in den Sternen stand, hinter den Erwartungen zurück. „Das Ergebnis schmerzt nicht nur in den Beinen, sondern auch im Herzen. Es fehlt mir einfach die Energie. Auch wenn der Kopf will, die Beine machen nicht mit“, erklärte der Gaiser nach dem Rennen enttäuscht.

Autor: fs

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