
Dominik Zuech ist bereit. © FISI/Instagram
Ein Südtiroler brennt auf seinen Olympia-Start
Es kribbelt seit Tagen, das (lange) Warten hat für Dominik Zuech ein Ende. Am Samstag bestreitet er beim Olympischen Skicross-Wettbewerb um 10 Uhr den Quali-Lauf und dann ab 12 Uhr das Achtelfinale. Doch die Reise soll noch viel weiter gehen.
20. Februar 2026
Von: ph
Dominik Zuech muss bis zum vorletzten Olympia-Tag ausharren, um endlich sein ganzes Potenzial auf der Skicross-Rennstrecke abzurufen. Am Samstag bestreitet er ab 10 Uhr den Lauf für die Setzliste. Das Achtelfinale beginnt dann um 12 Uhr. Aber die Reise soll weitergehen, am besten bis zum Finallauf der Top-Vier, der um 13.10 Uhr angesetzt ist.
Zuech zur unmittelbaren Vorbereitung auf seine ersten Olympischen Winterspiele: „Wir hatten einige Pistentage in Livigno und haben vor allem am San-Pellegrino-Pass trainiert. Da ging sich auch ein Besuch im Fleimstal beim Skispringen aus. Ich habe da auch Alex Insam getroffen, ein echt cooler Typ.“
Zuech über die Olympia-Strecke
Zur Rennstrecke in Livigno sagt der Burggräfler folgendes: „Sie ist etwas speziell, hat eine lange Startsektion. Im Training hat mich im oberen Teil vor allem der Kanadier Reece Howden beeindruckt. Aber ich denke, dass 20 Rennfahrer für das Finale in Frage kommen. Nach dem ersten Abschnitt geht es abwechselnd mit Geraden und Kurven weiter. Es ist ein anstrengender Kurs. Eine sehr gute körperliche Voraussetzung wird sehr wichtig sein.“„Ich habe gutes Material, das Selbstvertrauen passt.“ Dominik Zuech
Zuech ist jedenfalls voller Tatendrang, freut sich riesig auf seinen Olympischen Renneinsatz. Er hat im Sommer und Herbst mit viel Krafttraining den Grundstein gelegt. „Ich habe gutes Material, das Selbstvertrauen passt. Es kommen Familie, Freude, Sommerjob-Arbeitskollegen. Das freut mich sehr, aber ich muss am Renntag alles ausblenden und will mich nur auf die Läufe konzentrieren“, so der knapp 30-Jährige.
Der 29-Jährige befindet sich in Lauerstellung. © FISI/OWS
In Livigno ist er mit den anderen Freestyle-„Azzurri“ im Hotel untergebracht und wird fürstlich behandelt. Er hat auch Freestylerin Maria Gasslitter (19/St. Ulrich) getroffen und die Slopestyle- und Big-Air-Konkurrenzen live vor Ort verfolgt. Überhaupt hat Zuech in den letzten zehn Tagen von Olympia in Mailand Cortina einiges mitbekommen. „Ich war nicht nur im Fleimstal, sondern auch in Antholz als Italiens Mixed Staffel die Silbermedaille erobert hat und war auch einen ganzen Tag in Cortina beim Curling“, berichtet der Skicrosser.
„Wichtig ist es, vom Quali-Lauf an Vollgas zu geben und nichts unversucht zu lassen.“ Dominik Zuech
Am Donnerstag stand noch ein letztes Krafttraining an. Den gestrigen Tag nutzte Zuech etwas zum freien Skifahren und verbrachte ihn größtenteils an der Rennstrecke. Er wohnte dem Damenrennen teil und drückte den „Azzurre“ die Daumen. Es galt so viel wie möglich aufzusaugen, um dann am Renntag bereit zu sein. In einem Skicross-Wettbewerb kann viel passieren. „Wichtig ist es, vom Quali-Lauf an Vollgas zu geben und nichts unversucht zu lassen“, weiß ein fokussierter Zuech.
Das Wetter ist immer unsicher in Livigno
Das Wetter ist wie immer in Livigno ein Unsicherheitsfaktor. Es hat viel Neuschnee, „aber die Pistenarbeiter machen ihre Sache hervorragend“, gibt es vom Südtiroler Lob. Die Favoriten sind neben Weltcup-Spitzenreiter Howden sicherlich Zuechs Trentiner Teamkollege Simone Deromedis und der Deutsche Florian Wilmsmann. Auch der Franzose Youri Duplessis-Kergomard und Kevin Drury (Kanada) haben heuer im Weltcup bereits gewonnen.Südtirol wird Zuech die Daumen drücken. © Giovanni Zenoni/Pentaphoto
Routine ist ebenso gefragt und mit knapp 30 Jahren hat Zuech jede Menge davon. Nun gilt es für ihn, seinen Killerinstinkt auszupacken – der Olympische Kampf Mann gegen Mann wird knallhart.
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