M Skicross

ÖSV-Hoffnung sorgt für Paukenschlag. © APA / HERBERT NEUBAUER

Das Geld ist da: Rücktritt vom Rücktritt in Österreichs Ski-Team

In Österreichs Ski-Szene hat in den vergangenen Tagen ein Rücktritt hohe Wellen geschlagen. Nun gibt es ein Einlenken.

Mathias Graf zählt zu den besten Skicrossern in Österreich. Erst im vergangenen Sommer wechselte er von den Alpinen Skifahrern zu dieser spektakulären Sportart und trumpfte auf Anhieb groß auf. Acht Siege im Europacup, der zweitwichtigsten Rennserie, sowie der Triumph in der Gesamtwertung sprechen eine eindeutige Sprache. Doch dann verkündete der 26-jährige Vorarlberger Mitte Juli plötzlich und unerwartet seinen Rücktritt. „Es geht sich bei mir finanziell einfach nicht mehr aus“, sagte Graf im Gespräch mit der Kronen-Zeitung.


Dieser Rücktritt hat in Österreich die Gemüter erhitzt. Vor allem, weil Graf mit solchen Leistungen ein ernsthafter Medaillenkandidat für die Olympischen Spiele 2026 gewesen wäre. „Die Entscheidung ist für uns eine Katastrophe“, hatte Markus Gutenbrunner, der Skicross-Verantwortliche des ÖSV, in einem Interview gesagt.

Rücktritt vom Rücktritt
Schon damals kündigte Gutenbrunner an, mit Graf noch einmal reden zu wollen. Und auch der Skicrosser selbst sagte der Krone wenige Tage nach dem Rücktritt: „Es haben sich Leute aus ganz Österreich bei mir gemeldet. Damit hätte ich nicht gerechnet und das macht mir das Aufhören definitiv nicht leichter.“ Nun ist klar: Graf hat sich doch noch umentschieden und wird weiterhin im Profisport aktiv sein.

Mathias Graf hat eine Vergangenheit als Alpiner Skirennläufer.


Grund dafür ist ein Sponsor, der dem ehemaligen Alpinen Skifahrer (er raste 2019 im Kitzbühel-Slalom auf Platz 18) tatkräftig unter die Arme greift. Bau-Unternehmer Thomas Hauff, der Lebensgefährte von Grafs Schwiegermama Julie, war mit seiner Firma bereits in den vergangenen Jahren der Kopfsponsor von Graf, nun wird das Engagement deutlich ausgeweitet.
Entscheidung war zu 99,9 Prozent endgültig
„Du bist der Wahnsinn, Tom“, schreibt ein überglücklicher Graf auf Social Media. „Die Entscheidung, keine Skicross-Rennen mehr zu fahren, war für mich zu 99,9 Prozent endgültig. Getreu deinem Motto, hast du aber auch mich dazu bewogen, meine Skier noch nicht an den Nagel zu hängen. Ohne Menschen wie dir müssten viele Sportler ihre Träume aufgeben. In diesem Fall machst du einen kleinen Sportler aus Österreich sehr glücklich.“ Starke Worte, starke Aktion!

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