M Skicross

Die Skicrosser um den Azzurro Simone Deromedis (vorne) haben in Russland ein Statement gegen den Krieg und eine FIS-Entscheidung gesetzt. © ANSA / DIEGO AZUBEL

Weltcup-Farce in Sunny Valley: Nur Russen am Start

Weil sich der internationale Skiverband FIS entschieden hatte, sämtliche an diesem Wochenende geplanten Weltcuprennen in Russland nicht abzusagen, haben die Skicrosser das Heft selbst in die Hand genommen. Dadurch wurde der Verband zum Handeln gezwungen.

Bei der Qualifikation in Sunny Valley waren am Freitag nur russische Athleten am Start. Alle anderen Nationen – inklusive der Azzurri – waren aus Protest gegen den Krieg in der Ukraine und der Entscheidung der FIS, das Event nicht abzusagen, nicht angetreten.


Die Topnationen im Skicross hatten bereits am Donnerstag angekündigt, nicht in Sunny Valley an den Start zu gehen und seine Starter abzuziehen. Die FIS weigerte sich, im Gegensatz zu anderen Sportverbänden aber, die Weltcuprennen in Russland abzusagen. Am Freitagvormittag beugte sich der Skiverband schließlich doch dem massiven Druck der nationalen Verbände, annullierte das Ergebnis der Qualifikation und brach das Weltcup-Event – ohne Angabe von Gründen – ab.

Die italienische Delegation war mit fünf Athleten, darunter auch Dominik Zuech und Yannick Gunsch, nach Russland gereist. Die Athleten sind auf dem Rückweg in ihre Heimat. Das abgesagte Weltcuprennen soll an einem anderen Ort nachgeholt werden, wie die FIS bekannt gab. Ein Statement gegen den russischen Krieg in der Ukraine fehlte in der Pressemitteilung allerdings. Die FIS hat dazu bisher keine Stellung bezogen.

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