N Skispringen

„König Kamil“ wurde von seinen Teamkollegen gebührend gefeiert. © APA / GEORG HOCHMUTH

4. Tournee-Triumph: Kamil Stoch wird zur Legende

Er war eigentlich schon draußen und hat nun die Vierschanzentournee gewonnen. Polens Nationalheld Kamil Stoch hat die Skisprung-Konkurrenz wieder einmal überflügelt und mit 33 Jahren einen weiteren Meilenstein in seiner Erfolgskarriere gesetzt. Der dreifache Olympiasieger, Ex-Weltmeister und zweifache Weltcup-Gesamtsieger ist jetzt dreifacher Tournee-Champion.

Der Mann aus Polens nordischem Mekka Zakopane ging als großer Gewinner des dritten Springens in Innsbruck hervor und ließ sich seinen Vorsprung am Dreikönigstag in Bischofshofen nicht mehr nehmen.


Der Olympiasieger gewann den Abschlussbewerb am Mittwoch vor dem Norweger Marius Lindvik, dem Deutschen Karl Geiger und Stefan Kraft aus Österreich. Während Stoch mit großem Vorsprung über seinen nächsten Tournee-Triumph nach 2017 und 2018 jubelte, belegte Geiger im Gesamtranking mit 48 Punkten Rückstand den zweiten Platz. Dritter wurde sein Landsmann und Titelverteidiger Dawid Kubacki.

Als einziger Italiener war am Dreikönigstag Giovanni Bresadola am Start, der den 41. Platz belegte. Der Grödner Alex Insam war in der Qualifikation gescheitert.

Stoch gehört jetzt zu den Besten aller Zeiten
„König Kamil“ hat weiter an seinem Status als Legende dieses Sports gearbeitet. Nur der Finne Janne Ahonen mit seinen fünf Triumphen und Deutschlands Jens Weißflog (4) haben öfter als Stoch die Tournee gewonnen, der diesbezüglich nun auf einer Stufe mit den beiden Dreifachsiegern Björn Wirkola (NOR) und Helmut Recknagel (DDR) steht.

Doch auch Stoch war nicht immer obenauf. Nach einer Knöcheloperation 2015 kämpfte er als damaliger Doppel-Olympiasieger lange um die Rückkehr an die Spitze. Gelungen ist sie ihm erst unter dem Tiroler Cheftrainer Stefan Horngacher, der mittlerweile das Team Deutschland trainiert. Und durch seinen fast krankhaften Ehrgeiz, den Trainer wie Horngacher gerne mit „akribischer Arbeit“ übersetzen.

Als Basis für seine Erfolge nennt Stoch sein Privatleben. Wenn er im Weltcup unterwegs ist, telefoniert er mehrmals täglich mit seiner Gattin und Managerin Ewa, mit der er seit 2010 verheiratet ist. „Das erdet mich“, betonte der Überflieger. „Ich habe sportlichen Erfolg, aber der größte Erfolg meines Lebens ist mein privates Glück.“ Solche Sätze sind gleichsam ein Grund für seine Popularität im skisprungbegeisterten Polen.

Autor: apa/fop

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