
Die Vierschanzentournee steht kurz bevor. © ANSA / PHILIPP SCHMIDLI
Das sind die großen Tournee-Favoriten
Wer gewinnt die 74. Vierschanzentournee? Mit der Qualifikation am Sonntag in Oberstdorf startet das große Spektakel der Skispringer.
25. Dezember 2025
Von: leo/dpa
Aus Südtiroler Sicht beginnt die Tournee mit gedämpften Erwartungen. Denn von acht Springen landete Alex Insam nur einmal in den Punkterängen. Ähnlich waren die Resultate in der letzten Saison – damals war ein 34. Platz in Innsbruck sein bestes Ergebnis. Zuletzt tankte Insam bei der Italienmeisterschaft in Predazzo immerhin etwas Selbstvertrauen. Die großen Tournee-Favoriten stammen unterdessen aus Slowenien und Japan.
Domen Prevc
Der Slowene präsentierte sich zuletzt in hervorragender Verfassung. Von den vergangenen sechs Weltcupspringen gewann Prevc fünf und wurde einmal Zweiter. Er ist schon länger im Weltcup dabei und zeigte schon häufiger seine Klasse. Eine Erfolgsserie wie in dieser Saison ist aber auch für den aktuell Führenden im Gesamtweltcup neu.Domen Prevc war zuletzt eine Klasse für sich. © ANSA / URS FLUEELER
„Er ist a bissl ein verrückter Vogel“, beschrieb der frühere deutsche Topspringer Markus Eisenbichler den 26-Jährigen. Früher habe Prevc „a bissl in seiner eigenen Welt gelebt“. Nun sei er gereift. „Er hat einen Plan, er hat ein System. Er lässt sich auch von einem schlechten Sprung nicht aus der Ruhe bringen“, sagte Eisenbichler. „Er ist einfach a bissl erwachsener geworden und sieht das alles a bissl anders.“
Ryoyu Kobayashi
Der Japaner siegte am Sonntag bei der Tournee-Generalprobe im schweizerischen Engelberg und ist der erste Verfolger von Prevc in der Gesamtwertung. Kobayashi ist also ebenfalls in starker Form. Zudem weiß er, wie man die Tournee gewinnt. Der 29-Jährige gewann das Event bereits dreimal. Zuletzt gelang ihm das in der Saison 2023/24.Anze Lanisek
Der Slowene startete stark in die Saison und gewann im November zwei Wettkämpfe. Zuletzt hatte der 29-Jährige allerdings Schwierigkeiten. Die Plätze 14, 9, 25 und 16 klingen nicht nach Tournee-Favorit. Lanisek hat in seiner Karriere aber schon häufiger gezeigt, was er zu leisten imstande ist und dass er sich auch aus einem Tief herauskämpfen kann. Im Gesamtweltcup liegt er auf Rang drei.Der Titelverteidiger: Daniel Tschofenig © ANSA / Grzegorz Momot
Und was ist mit den Österreichern? Im vergangenen Winter dominierte Österreich den Weltcup. Drei Springer aus der Mannschaft von Trainer Andreas Widhölzl lagen in der Endabrechnung an der Spitze. Daniel Tschofenig gewann zudem die Vierschanzentournee. In diesem Jahr läuft es dagegen noch nicht bei ihm und seinen arrivierten Teamkollegen. Abschreiben sollte man die Österreicher aber nicht. Eisenbichler hat vor allem Stefan Kraft auf dem Zettel. „Er hat einen Sprung, der immer funktioniert. Ob es windet oder nicht. Das ist ihm egal.“
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