
Stephan Embacher freut sich über seinen Premierensieg. © APA/afp / TROND R TEIGEN
Ein Tiroler fliegt zu seinem ersten Weltcupsieg
Stephan Embacher hat auf der Skiflugschanze von Vikersund seinen ersten Weltcupsieg gefeiert.
21. März 2026
Von: apa
Der 20-jährige Tiroler setzte sich am Samstag nach Flügen auf 232 und 225 Meter mit 12,3 Punkten Vorsprung auf den Japaner Tomofumi Naito durch. Dritter wurde der norwegische Lokalmatador Johann Andre Forfang. Der bisherige Skiflug-Dominator Domen Prevc wurde nur Fünfter. Embacher übernahm nach seinem Erfolg damit auch die Führung im Skiflug-Weltcup.
Giovanni Bresadola, der einzige Azzurro im Feld, landete bei 208,5 und 191,0 Metern und letztlich auf dem 29. Platz. Am Sonntag (17.15 Uhr) steht in Vikersund noch ein weiterer Bewerb am Programm. Das Saisonfinale findet in Planica am nächsten Wochenende statt.
Tiroler ging geschwächt in Bewerb
„Es ist unglaublich. Als ich in der Früh aufgewacht bin, habe ich nicht daran gedacht. Dass alle drei Sprünge aufgehen, hätte ich nicht erwartet“, meinte Embacher im ORF-Interview. Er ging geschwächt in den Bewerb. Der Magen machte dem Team-Olympiasieger zu schaffen, Energiehaushalt war angesagt. Im Bewerb wurde dies nicht sichtbar. Embacher landete als vorletzter Springer des ersten Durchgangs bei 232 Metern und setzte sich auf Platz eins. Prevc konnte nicht kontern. Der Slowene hatte nach dem ersten Sprung 13,4 Zähler Rückstand auf den Österreicher. Dazwischen reihte sich Forfang ein.Stephan Embacher hat seinen ersten Weltcupsieg geholt. © APA/afp / TROND R TEIGEN
Es sollte sich ausgehen: Im zweiten Durchgang musste Embacher nicht mehr bangen. Nachdem sich Kraft, Schuster und Ortner jeweils verbessert hatten, konnte Prevc nicht attackieren. Der Gesamtweltcupsieger landete nur bei 218,5 Metern und ärgerte sich. Auch Forfang scheiterte am Japaner Naito. Embacher zeigte bei wechselndem Wind keine Nerven. Am Sonntag geht er als Gejagter ins zweite Springen. 15 Zähler liegt er im Skiflug-Weltcup nun vor Prevc. „Es wird spannend, morgen als Letzter oben zu sitzen. Die Gesamtwertung auf dem Niveau anzuführen ist etwas ganz Besonderes“, sagte Embacher.
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