N Skispringen

Kamil Stoch aus Polen ist der Titelverteidiger der Vierschanzentournee. © APA / GEORG HOCHMUTH

Favoriten, Preisgeld & Co: Alle Infos zur Vierschanzentournee

Fünfmal so viel Preisgeld: Die Vierschanzentournee-Veranstalter haben den Anreiz für einen Gesamtsieg beim Traditionsevent massiv erhöht. Eine Frauen-Tournee hingegen steht noch immer aus. Zuschauer in den Arenen wird es bei der Jubiläumsausgabe keine geben.

Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck, Bischofshofen. Zehn Tage, acht Wettkampftage, vier Schanzen, zwei Länder. Auch bei der 70. Ausgabe verspricht die Vierschanzentournee der Skispringer jede Menge Spannung. Beenden die Deutschen die 20 Jahre lange Flaute seit Sven Hannawald? Kommen plötzlich wieder die Polen um Kamil Stoch auf? Und: warum springen eigentlich immer nur Männer? Die wichtigsten Fragen und Antworten vor dem Jubiläum.

Wer sind die Favoriten auf den Titel?
Karl Geiger kommt im Gelben Trikot des Weltcup-Spitzenreiters zum ersten Saisonhöhepunkt. Der Deutsche ist nicht nur Tournee-Vorjahreszweiter, sondern auch der beste Skispringer des bisherigen Olympia-Winters. Sein härtester Widersacher dürfte der Japaner Ryoyu Kobayashi sein, der schon mehrere Wettbewerbe wegen einer Corona-Quarantäne verpasste und trotzdem Gesamtzweiter ist. Auch den Norwegern um Halvor Egner Granerud und den Österreichern um Weltmeister Stefan Kraft, der den Auftakt in Oberstdorf besonders gut beherrscht, ist viel zuzutrauen. Die Polen um Titelverteidiger Kamil Stoch haben im bisherigen Saisonverlauf enttäuscht.
Sind Zuschauer in den Arenen erlaubt?
Nein. Für die beiden deutschen Stationen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen war der Ausschluss schon länger klar. Für Österreich wurde dies am 23. Dezember beschlossen. Zunächst hatten die Veranstalter mit 4000 Menschen in Innsbruck und 3500 Menschen in Bischofshofen geplant. Grund für die kurzfristige Streichung des Publikums ist die Omikron-Variante, wie der ÖSV mitteilte.

Ryoyu Kobayashi schwebt über Innsbruck: Der Japaner zählt zum Favoritenkreis. © AFP / CHRISTOF STACHE

Was bekommt der Sieger?
Deutlich mehr als je zuvor. Der Tournee-Gewinner erhält rund 100.000 Schweizer Franken (rund 96.000 Euro) und damit fünfmal so viel wie bisher, als 20.000 Schweizer Franken ausgeschüttet wurden. Schafft es ein Skispringer, alle vier Qualifikationen und alle vier Springen zu gewinnen, sind über 150.000 Franken Preisgeld möglich. Oben drauf gibt es natürlich den prestigeträchtigen goldenen Adler.
Wann gibt es eine Tournee für Frauen?
Die Veranstalter arbeiten mit Hochdruck daran – heißt es. Doch einen festen Zeitpunkt oder eine detaillierte Planung für den Start der Frauen-Tournee gibt es bislang nicht. Die Skispringerinnen werden allmählich ungeduldig. „Es wurde schon immer viel gesagt, aber noch zu wenig gemacht“, sagte die Deutsche Selina Freitag. Immerhin ein Neujahrsspringen gibt es in diesem Winter erstmals. Es findet aber nicht auf der Großen Olympiaschanze von Garmisch-Partenkirchen statt, sondern auf einer Normalschanze im slowenischen Ljubno.

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